Eklat in Italien: Kartfahrer droht nach Ausraster lebenslange Sperre
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Eklat in ItalienKartfahrer droht nach Ausraster lebenslange Sperre

Nach dem Crash die blinde Wut: Luca Corberi bewirft einen anderen Fahrer mit Kart-Teilen, danach zettelt er eine Schlägerei an – mithilfe seines Vaters.

von
Erik Hasselberg

Diese Bilder von Luca Corberi gehen derzeit viral. Sein Verhalten stösst auf Verständnislosigkeit, Forderungen einer lebenslangen Sperrung werden laut.

Video: Twitter

Darum gehts

  • Luca Corberi ist ein 23-jähriger Kartfahrer.
  • Bei einem Rennen scheidet er aus und verliert danach komplett die Nerven.
  • Zuerst bewirft er seinen Kontrahenten während des Rennens mit Autoteilen, nachher verprügelt er ihn.
  • Das Netz fordert eine lebenslange Sperre gegen den Italiener.

Es ist eine Szene, die in der Motorsportwelt gerade für Entsetzen sorgt. Luca Corberi, 23-jährig und seines Zeichens Kartfahrer, brannten am Sonntag alle Sicherungen durch. Was war passiert?

Der Italiener kämpfte auf der Strecke in Lonato gerade im Duell mit seinem Landsmann Paolo Ippolito um den 15. Platz. Es kam zum Crash. Corberi schied aus. Doch statt sich wie vorgeschrieben hinter die Absperrung zu begeben und von Sicherheitskräften von der Strecke eskortiert zu werden, schnappte er sich die Frontschürze seines Karts. Mit dieser unter dem Arm machte er sich auf den Weg an den Streckenrand. Und tat das völlig Schockierende – er warf sie seinem Kontrahenten Ippolito entgegen, als der mit voller Geschwindigkeit in der nächsten Runde vorbeikam.

Allerdings traf Corberi nicht ihn, sondern einen anderen Fahrer. Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Als wäre nichts gewesen, schlenderte Corberi nachher über die Strecke. Damit jedoch nicht genug – nach Rennende schnappte sich Corberi seinen Gegner und zettelte eine Schlägerei an, in die verschiedenen Berichten zufolge auch Corberis Vater involviert gewesen sein soll. Offizielle mussten einschreiten und die Handgreiflichkeiten beenden.

«Luca Corberi hat damit jede Chance auf eine Rennkarriere zerstört nach diesem abscheulichen Verhalten», twitterte Jenson Button, der ehemalige Formel-1-Champion von 2009. Und fordert gar eine lebenslange Sperre für den «Idioten». Zustimmung für diese Forderung erhält er auch vom McLaren-Racing-CEO Zak Brown. Eine offizielle Sanktion steht bisweilen noch aus.

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