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Kasernen-Direktor kritisiert Strategie des Vorstandes

In der Kaserne soll mehr Populärmusik gespielt werden, fordert das neue Strategiepapier des Vorstands. Direktor Urs Schaub kritisiert dieses.

«Die Challenge ist das Nebeneinander», sagte Kasernen-Vorstandspräsident Thomas Gelzer gestern vor den Medien. Er präsentierte zusammen mit Vorstandsmitglied Stephan Paukner die Strategie der Kaserne für die kommende Subventionsperiode. Neu sollen die drei Sparten Theater, Tanz und Musik in den zwei Plattformen Performing Arts und Populärmusik zusammengefasst werden.

Die Musik erhält hierbei mehr Gewicht als bisher: Die Kaserne müsse als Konzertort wieder eine Ausstrahlung auf nationaler Ebene haben, so Gelzer. Deshalb soll auch regelmässig mit Konzertagenturen zusammengearbeitet werden. In der Kasernen-Bar werden in der Reihe Bandroom Extended zudem regelmässig lokale Bands auftreten können.

Kasernen-Direktor Urs Schaub zeigte sich mit dem Konzept nicht einverstanden. «Das Konzept ist ein Schattenentwurf des Papiermonsters von Tobit Schäfer und kommt einer Marginalisierung des Theaters gleich», empört er sich in einer persönlichen Stellungnahme. Grossrat Schäfer will die Kaserne zum Zentrum für Populärmusik machen. Seine eigene Stellung als künstlerischer Leiter der Kaserne stehe aber nicht zur Diskussion, so Schaub weiter.

Lukas Hausendorf

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