Krankenversicherung: Kassen klagen wegen zu tiefer Prämien
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KrankenversicherungKassen klagen wegen zu tiefer Prämien

Drei Krankenkassen reichen gegen Pascal Couchepin Beschwerde ein, weil der Bund zu tiefe Prämien genehmigt haben soll. Der Patientenschutz nimmt den Gesundheitsminister derweil in Schutz.

von
eri

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) soll letzte Woche zu tiefe Grundversicherungsprämien genehmigt haben. Der Branchenverband Santésuisse warf dem Bund deshalb eine Verletzung der Aufsichtspflicht vor. Gleich drei Krankenkassen reagieren nun: Swica, Concordia und KPT reichen laut «SonntagsZeitung» eine Aufsichtsbeschwerde gegen Pascal Couchepin ein.

Santésuisse-Sprecher Felix Schneuwly warnt allerdings vor übertriebener Hoffnung: «Die Prämien für 2010 lassen sich trotz Beschwerde nicht mehr ändern. Das Risiko für Kassenkonkurse und ausserordentliche Prämienerhöhungen 2010 bleibt bestehen.» Nach Berechnungen von Santésuisse hätten die Prämien im Durchschnitt 12 statt 8,7 Prozent angehoben werden müssen.

Patientenschutz: «Noch immer zu viele Reserven»

Erika Ziltener, Präsidentin des Dachverbandes Schweizerischer Patientenstellen, verteidigt dagegen den Bund. «Besonders in den ­Kantonen Zürich, Waadt und Genf haben die grossen Versicherer noch immer zu viele Reserven. Deshalb ist die Genehmigung niedriger Prämien zulässig. Die Versicherten haben hier jahrelang zu hohe Prämien bezahlt.» (eri/20 Minuten)

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