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«Kassensturz»-Beitrag kostet TV 400 000 Franken Werbezeit

Das Schweizer Fernsehen (SF) stellt der «Graduate School of Business Administration Zurich» (GSBA) auf seinem ersten und zweiten Kanal Werbezeit im Wert von 400 000 Franken zur Verfügung.

Damit endet ein Rechtstreit zwischen den Beiden. Das SF und die Privatschule in Horgen ZH haben sich in einem aussergerichtlichen Vergleich geeinigt, wie das SF am Samstag mitteilte. Es wird die Spots der GSBA in Werbeblöcken ausstrahlen, die nicht mit anderen Spots ausgebucht sind. So entstünden dem SF keine Ertragsausfälle; die Gebührenzahler würden nicht geschädigt.

Den Rechtsstreit ausgelöst hatte ein «Kassensturz»-Beitrag vom 11. Januar 2005. Das Konsumentenmagazin hatte einen Beitrag über die GSBA ausgestrahlt und darin kritische Aussagen über die Schule gemacht. Zu diesen konnte die Schule keine Stellung nehmen. Die GSBA machte einen erheblichen wirtschaftlichen Schaden geltend.

Im August kam die Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen (UBI) zum Schluss, dass die Position der GSBA nicht sachgerecht dargestellt worden sei. Ende März bestätigte das Bundesgericht den UBI-Entscheid, indem es eine Beschwerde der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) abwies.

In einer der nächsten Sendungen des «Kassensturzes» werde eine Erklärung zum Fall verlesen, teilte das SF weiter mit.

(sda)

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