Kassier der Jungen SVP kehrte reumütig zurück
Aktualisiert

Kassier der Jungen SVP kehrte reumütig zurück

Der diebische Kassier der Jungen SVP L. B.* ist wieder aufgetaucht: Jetzt zeigt der HSG-Student Reue.

«Ich möchte mich auch bei dir für mein unüberlegtes und grauenhaftes Verhalten entschuldigen», schreibt der 20-Jährige in einem E-Mail dem Präsidenten der Jungen SVP Zürich, Dani Wäfler. «Dass er für die Tat hinsteht, ist ein guter Anfang. Aber die Strafanzeige können wir nicht mehr zurückziehen», so Wäfler. Der Präsident hofft, die veruntreuten 5000 Franken zurückzubekommen: «Jetzt kann er das Strafverfahren selber positiv beeinflussen. Zahlt er den Betrag bis zum Gerichtstermin retour, verzichten wir darauf, ihn zu betreiben.» Wäfler kann sich aber nicht vorstellen, dass der Fehlbare weiter in der Partei bleiben kann: «Am 11. März diskutieren wir an der GV darüber.»

Der Kassier, der sich mit dem Parteigeld ins Ausland absetzte (20 Minuten berichtete), wohnt laut einem Freund seit Samstag wieder zuhause in Männedorf. Wäfler: «L. B. hat sich auch beim Vater seines Freundes, dem er die Kreditkarte gestohlen hatte, entschuldigt.» Reue zeige der 20-Jährige zudem bei seiner Mitbewohnerin, einer HSG-Studienkollegin. Anstatt die gemeinsame Miete einzuzahlen, steckte er auch ihren Anteil drei Monate lang in die eigene Tasche. Die Vermieterin wartet seither vergeblich auf rund 6000 Franken.

Romina Lenzlinger

*Name der Redaktion bekannt

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