Aktualisiert 13.06.2017 17:43

Drohungen gegen SVP-GlarnerKast vorübergehend festgenommen

Weil unbekannte Drohnachrichten auftauchten, die mit dem Namen von Christian Kast unterzeichnet waren, wurde der Kesb-Kritiker verhaftet. Doch bald stand fest: Kast ist unschuldig.

von
lüs
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Kesb-Kritiker Christian Kast ist vorübergehend festgenommen worden. Der Grund: Drohnachrichten, die in seinem Namen an Aargauer Behörden verschickt worden waren. Doch schnell stellte sich heraus: Kast hatte nichts mit diesen Drohungen zu tun. Nun ermittelt die Aargauer Staatsanwaltschaft gegen Unbekannt.

Kesb-Kritiker Christian Kast ist vorübergehend festgenommen worden. Der Grund: Drohnachrichten, die in seinem Namen an Aargauer Behörden verschickt worden waren. Doch schnell stellte sich heraus: Kast hatte nichts mit diesen Drohungen zu tun. Nun ermittelt die Aargauer Staatsanwaltschaft gegen Unbekannt.

Screenshot SRF
Kast mit seiner Frau Margie auf den Philippinen: Das Paar machte im Juli 2015 Schlagzeilen, als Christian Kast seiner Frau und den beiden Kindern zur Flucht ins asiatische Land verhalf, um sie vor dem Zugriff der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde zu schützen. Am 11. Juni 2017 war der Fall Thema in der SRF-Sendung «Arena/Reporter». Im Vorfeld waren rechtsextreme Äusserungen von Kast in den Sozialen Medien Thema in «Blick».

Kast mit seiner Frau Margie auf den Philippinen: Das Paar machte im Juli 2015 Schlagzeilen, als Christian Kast seiner Frau und den beiden Kindern zur Flucht ins asiatische Land verhalf, um sie vor dem Zugriff der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde zu schützen. Am 11. Juni 2017 war der Fall Thema in der SRF-Sendung «Arena/Reporter». Im Vorfeld waren rechtsextreme Äusserungen von Kast in den Sozialen Medien Thema in «Blick».

Screenshot SRF
Er erhielt eine Drohung von einem auf Christian Kast lautenden Facebook-Profil: SVP-Nationalrat Andreas Glarner. Doch auch damit hatte Kast nichts zu tun.

Er erhielt eine Drohung von einem auf Christian Kast lautenden Facebook-Profil: SVP-Nationalrat Andreas Glarner. Doch auch damit hatte Kast nichts zu tun.

Keystone/Peter Schneider

Die Gemeindekanzlei Sisseln AG und eine weitere Aargauer Behörde erhielten am Sonntag E-Mails mit expliziten Drohungen. Auch auf der Facebook-Seite von SVP-Nationalrat Andreas Glarner wurden Drohungen gepostet. Unterzeichnet waren die Mails an die Behörden mit dem Namen «Christian Kast», und die Drohungen gegen Glarner stammten von einem auf den Namen von Kast lautenden Facebook-Profil.

Die Staatsanwaltschaft Rheinfelden-Laufenburg eröffnete daraufhin eine Strafuntersuchung wegen Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte gegen Kast, die Kantonspolizei Aargau nahm den 48-jährigen Schweizer vorübergehend fest.

Die Ermittlungen zeigten aber, dass die Drohnachrichten nicht von Kast stammen, sondern von einer «unbekannten Täterschaft», wie die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Aargau am Dienstag mitteilte. Daher werde nun gegen unbekannt ermittelt.

Thema in SRF-Sendung «Arena/Reporter»

Kast erlangte im Sommer 2015 Bekanntheit, als er seiner Frau und seinen beiden Kindern zur Flucht auf die Philippinen verhalf, um sie vor dem Zugriff der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb) zu schützen.

Am Sonntag war Kasts Fall Thema der erstmals ausgestrahlten SRF-Sendung «Arena/Reporter» mit Christa Rigozzi. Kast war ursprünglich als Gast in der Sendung vorgesehen. Nachdem der «Blick» publik gemacht hatte, dass Kast auf Social Media rechtsextreme und ausländerfeindliche Äusserungen gemacht hatte, fehlte er jedoch im TV-Studio.

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