Tonnenweise Kastanien: Kastanien-Fieber hat Basel erfasst
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Tonnenweise KastanienKastanien-Fieber hat Basel erfasst

Ein Restaurant verteilt zum Schutz vor fallenden Früchten Helme, bei den Tieren sind sie als Futter begehrt: In Basel sind Rosskastanien derzeit Trumpf.

von
Anna Luethi
Tonnenweise Kastanien: Bei über 2185 Bäumen in Basel kommt einiges zusammen.

Tonnenweise Kastanien: Bei über 2185 Bäumen in Basel kommt einiges zusammen.

Über 2185 Kastanienbäume zieren Basels Strassen und Parks – und laufen zurzeit zur Bestform auf: «Es herrscht gerade Hochsaison», sagt Yvonne Aellen von der Stadtgärtnerei. Das Entsorgen der Früchte und des Laubs sind eine Heidenarbeit für die Stadtgärtner. Auch sonst kommen die fallenden Kastanien nicht bei allen gut an. Das Restaurant zum Goldenen Sternen lanciert deswegen eine Aktion der etwas anderen Art: «Wir verteilen bei Bedarf Schutzhelme an unsere Gäste auf dem Vorplatz, damit sie nicht von den Kastanien getroffen werden», so Geschäftsführer Johannes Tschopp. Das Angebot sei zwar als Gag gemeint, die Helme stünden aber tatsächlich bereit.

Im Tierpark Langen Erlen freut man sich über jede Kastanie: Am 7. Oktober findet dort der Keschtenedaag statt. «Hirsche und Wildschweine haben Kastanien zum Fressen gern, deswegen ­bieten wir Kindern für jedes Kilo ab­gelieferter Keschtene 20 Rappen», sagt Edwin Tschopp vom Erlenverein. So kämen gut fünf Tonnen zusammen. Der grösste Teil wird zu Futterwürfeln verarbeitetet – die frischen Kastanien würden sonst verschimmeln.

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