13.06.2017 21:05

Reaktion auf BoykottKatar will Kühe einfliegen lassen

Katar wird von seinen Nachbarstaaten isoliert. Weil es an Milchprodukten mangelt, will das Emirat nun offenbar Tausende Kühe per Flugzeug importieren.

von
vbi
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Per Flugzeug sollen 4000 Kühe nach Katar importiert werden. Der Golf-Staat wird seit dem 5. Juni von seinen Nachbarstaaten isoliert. Dabei ist Katar auf Importe angewiesen.

Per Flugzeug sollen 4000 Kühe nach Katar importiert werden. Der Golf-Staat wird seit dem 5. Juni von seinen Nachbarstaaten isoliert. Dabei ist Katar auf Importe angewiesen.

AFP/Karim Jaafar
Damit Katars Bürger nicht auf frische Milch und Milchprodukte verzichten müssen, soll der katarische Unternehmer Moutaz Al Khayyat nun 4000 Kühe gekauft haben.

Damit Katars Bürger nicht auf frische Milch und Milchprodukte verzichten müssen, soll der katarische Unternehmer Moutaz Al Khayyat nun 4000 Kühe gekauft haben.

AFP/Stringer
«Lasst uns nationale Produkte unterstützen», steht auf einem Schild in einem Supermarkt in Katars Hauptstadt Doha.

«Lasst uns nationale Produkte unterstützen», steht auf einem Schild in einem Supermarkt in Katars Hauptstadt Doha.

AFP/Stringer

Vor über einer Woche haben Saudiarabien und andere muslimische Staaten ihre diplomatischen Beziehungen zu Katar abgebrochen. Das Land von Emir Tamim bin Hamad Al Thani, das auf Importe angewiesen ist, wird seither von Verbündeten per Schiff sowie über den Luftweg versorgt.

So haben beispielsweise der Iran und die Türkei Flugzeuge mit frischen Lebensmitteln und Alltagsgegenständen nach Katar geschickt. Iranische Schiffe sollen diese Woche folgen. Damit Katars Bürger aber nicht auf frische Milch verzichten müssen, soll der katarische Unternehmer Moutaz Al Khayyat nun 4000 Kühe gekauft haben. Das schreibt «Bloomberg». Katar zeige damit, dass das Land nicht auf seine Nachbarn angewiesen ist, so ein Regierungsmitarbeiter. Bereits Mitte Juli soll ein Drittel der benötigten Milch in Katar produziert werden können.

Saudiarabien und der Iran streiten um die Vorherrschaft

«Es ist an der Zeit, etwas für Katar zu tun», soll Moutaz gesagt haben. 60 Flüge brauche es, um alle Tiere einzufliegen. Geld wird dabei eher keine Rolle spielen, Katar gilt als reichstes Land der Welt. Wie «Bloomberg» schreibt, steht eine Bestätigung für den Lufttransport der Tiere noch aus.

Die Golfstaaten Saudiarabien, Bahrain, die Vereinigten Arabischen Emirate, Ägypten sowie der Jemen hatten vergangene Woche die Beziehungen zu Katar abgebrochen. Riad bezichtigt Doha, terroristische Organisationen wie die Muslimbrüder zu unterstützen, was Katar bestreitet. (vbi/afp)

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