Zu kalt und zu nass: Katastrophales Jahr für Ostschweizer Störche
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Zu kalt und zu nassKatastrophales Jahr für Ostschweizer Störche

Nur gerade drei Jungtiere der Uzner Störche haben das Brutjahr überlebt. Laut Experten war das nasskalte Wetter schuld.

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taw
Für die Uzner Störche war 2013 ein hartes Jahr. (Bild: ZVG)

Für die Uzner Störche war 2013 ein hartes Jahr. (Bild: ZVG)

«Das war sicher das schlechteste Storchenjahr seit mehr als zehn Jahren», sagt Bruno Bachmann, Präsident des Storchenvereins Uznach. Trotz guter Brut und obwohl alle Tiere geschlüpft sind, haben schliesslich nur drei von etwa 60 Jungtieren überlebt. «Der nasskalte Frühling hat den Vögeln zugesetzt», so Bachmann. Das Federkleid der Jungtiere war noch nicht völlig ausgebildet und die Deckfedern zu wenig fettig. Das heisst, dass sie vom vielen Regen völlig durchnässt wurden.

An Lungenentzündung oder Hunger gestorben

Es hat wenig geholfen, dass sich die Alttiere mit ausgebreiteten Flügeln schützend über ihre Jungen gestellt haben. «Es kam zu viel Regen. Die Jungstörche sind entweder an den Folgen einer Lungenentzündung gestorben oder verhungert», so Bachmann. Während sich nämlich die Alttiere schützend über ihre Kleinen stellen, können sie nicht gleichzeitig Futter holen.

Wie den Uzner Störchen erging es auch den üblichen Ostschweizer Störchen. «2013 war ein Totalausfall», so Daniel Schedler, Regionsleiter Ostschweiz der Gesellschaft Storch Schweiz. Früher habe man die Küken bei so schlechter Witterung aus dem Horst genommen und trocken geföhnt. Heute macht man das nicht mehr. «Die Storchen-Population in der Schweiz ist gesichert und schlechte Jahre gleichen sich über kurz oder lang wieder aus.»

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