Formel 1: Nach Verstappen-Desaster sind die Red-Bull-Sorgen gross

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Der Weltmeister ist ratlos«Katastrophe» – nach Verstappen-Desaster sind die Red-Bull-Sorgen gross

Max Verstappen scheidet zum zweiten Mal im Jahr 2022 aus. Bei Red Bull schrillen die Alarmglocken. Boss Helmut Marko stimmt pessimistische Töne an, Max Verstappen spricht von einer «Katastrophe».

Verstappen fällt aus, sein Auto muss gelöscht werden.

SRF

Darum gehts

  • Bei Formel-1-Weltmeister Max Verstappen läuft es nicht rund. 

  • In Australien scheidet der Niederländer aus. 

  • Er und Red-Bull-Boss Helmut Marko schlagen Alarm. 

Aus in Bahrain. Sieg in Saudiarabien. Jetzt das Aus in Melbourne! Weltmeister Max Verstappen gerät früh in der Formel-1-Saison wegen technischer Gebrechen ins Hintertreffen, muss in Australien zusehen, wie Ferrari-Star Charles Leclerc ungefährdet zum zweiten Saisonsieg rast. Der Niederländer muss seinen Boliden in der zweiten Rennhälfte wie schon in Bahrain vorzeitig abstellen. 

«Ich rieche Flüssigkeit», funkt Verstappen in der 39. Runde an die Box. Sein Ingenieur antwortet: «Stell den Motor ab!» Der F1-Star muss dem Streckenposten Anweisungen geben, wie er seinen Boliden zu löschen hat. Noch nach Rennende ist er ratlos, was zum erneuten Ausfall geführt hat. Verstappen: «Wir hatten Probleme am Auto, aber ich habe keine Ahnung, was passiert ist. Das wird analysiert. Wieder ein Ausfall ist natürlich schlecht für die Meisterschaft. Schlechtes Wochenende. Bis jetzt gibt es keine Anzeichen, dass es bis Imola (am 24. April live bei uns im Ticker, Red.) besser wird. Das ist schade.» In den vergangenen Jahren sei er mit der Zuverlässigkeit des Autos immer zufrieden gewesen, «jetzt ist es eine Katastrophe», so der 24-Jährige. 

Max Verstappen kann es nicht fassen. 

Max Verstappen kann es nicht fassen. 

REUTERS

«Es muss etwas Gravierendes sein»

Mehr Informationen hat Red-Bull-Boss Helmut Marko. Seine Aussagen im ORF-Interview lassen bei Red-Bull-Fans jedoch die Alarmglocken schrillen: «Es gab wieder einmal ein Leck im Benzinsystem, es ist Flüssigkeit ausgetreten. Wir haben ihm gesagt, er soll so schnell wie möglich dort stehenbleiben, wo ein Feuerlöscher ist. Ferrari war eine Liga für sich, Gratulation.» Aber wieso «wieder einmal»? Weshalb gibt es immer wieder diese Lecks?  Marko: «In Bahrain ist kein Benzin zum Motor gekommen. Dieses Mal ist Benzin auch nach aussen gekommen. Es muss etwas Gravierendes sein.»

Zu den Riesen-Problemen, die Red Bull derzeit hat, meint der Österreicher: «Mangelnde Zuverlässigkeit. Zwei technische Ausfälle hatten wir im ganzen letzten Jahr nicht. Aber auch der Rückstand auf Ferrari ist alarmierend. Wir sind nicht in der Lage, so schnell und leicht zu sein wie Ferrari. Wir sind deutlich schwerer als Ferrari, fast zehn Kilo.» Er sei aber optimistisch und gebe sich kämpferisch. «Ich erinnere mich, dass wir mit Vettel mal 60 Punkte hinten waren und sind dennoch Weltmeister geworden. Wir geben nicht auf.» 

Und es gibt ja auch Grund zur Hoffnung. Zwar ist der Weltmeister nun bereits zum zweiten Mal ausgeschieden, doch Teamkollege Sergio Perez wurde in Australien Zweiter. Ein Podest, über das sich der Mexikaner aber nur bedingt freuen kann: «Wir haben schon viele Punkte verloren. Wir haben Probleme.» 

(nih/heute.at)

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