GP von Zandvoort: Katastrophen-Start für Verstappen – Piastri darf doch zu McLaren

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GP von ZandvoortKatastrophen-Start für Verstappen – Piastri darf doch zu McLaren

Während Max Verstappen das erste Training komplett missglückt, kommt es zur Versöhnung zwischen Lewis Hamilton und Fernando Alonso. Alles, was du zum Formel-1-GP im niederländischen Zandvoort wissen musst.

Hier tobt Alonso nach dem Crash mit Hamilton in Belgien.

SRF

Darum gehts

Alonso-Entschuldigung an Hamilton

Fernando Alonso hat sich nach seinem Ausraster beim Formel-1-Rennen von Belgien bei Lewis Hamilton entschuldigt. «Die Hitze des Augenblicks, das Adrenalin des Augenblicks, endlich der Kampf um Platz zwei oder drei haben mich dazu gebracht, Kommentare zu machen, die ich nicht hätte abgeben sollen», sagte der spanische Alpine-Fahrer beim Grand Prix der Niederlande in Zandvoort. «Was für ein Idiot. Der weiss nur, wie man fährt, wenn er als Erster startet», hatte Alonso vor einer Woche in Spa nach einem frühen Crash über den Mercedes-Mann geschimpft.

Verstappen jagt Rekord

Schon neun von 14 Saisonrennen hat Max Verstappen gewonnen – ein Ende ist beim Weltmeister nicht in Sicht. «Das ist eine Leichtigkeit, mit der er momentan diese Leistungen bringt, das ist unbeschreiblich», meinte Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko über seinen Zögling. Der Allzeit-Rekord von 13 Erfolgen in einem Jahr, den sich Michael Schumacher und Sebastian Vettel noch teilen, könnte in dieser Saison fallen. Verstappen ist auch in Zandvoort der klare Favorit. Schon 2021 beim Comeback in den Dünen nach 36 Jahren liess Verstappen seine Heim-Fans jubeln.

Überraschendes 1. Training

Der Auftakt ins Rennwochenende missglückte Verstappen aber komplett. Der Weltmeister musste schon nach rund zehn Minuten im ersten Training seinen Red Bull abstellen. Der Niederländer klagte nach gerade einmal sieben Runden über Probleme mit dem Getriebe. Ein Kran musste seinen Wagen am Freitag abschleppen, Verstappen lief zu Fuss an die Box zurück. Mercedes setzte dagegen ein erstes Zeichen. George Russell schnappte sich vor Teamkollege Lewis Hamilton die Bestzeit.

Piastri darf zu McLaren

Des Wechsel-Theater um Oscar Piastri scheint endlich beendet. McLaren gab am Freitagnachmittag offiziell die Verpflichtung des Australiers bekannt, der damit die Nachfolge von Daniel Ricciardo antreten wird. Zuvor hatte ein Schiedsgericht einstimmig entschieden, dass nur der Vertrag zwischen McLaren und Piastri seine Gültigkeit hat. Alpine, das Ex-Team des 21-Jährigen, geht leer aus. Anfang August hatte das ehemalige Renault-Team Piastri als neuen Fahrer verkündet, dieser widersprach der Mitteilung wenig später. Immerhin scheint Alpine demnächst einen Ersatz verkünden zu können, offenbar steht Alpha-Tauri-Fahrer Pierre Gasly kurz vor einem Wechsel.

Unklare Schumacher-Zukunft

Viele Parteien betonen, dass sie Zeit haben. Da ist zunächst Mick Schumachers aktuelles Haas-Team. Der US-Rennstall hat für 2023 den Dänen Kevin Magnussen sicher. Der Italiener Antonio Giovinazzi gilt als möglicher Nachfolger Schumachers, wenn für den Deutschen nach zwei Jahren Ende dieser Saison Schluss sein sollte. Ferrari, dessen Zögling der Sohn von Rekordweltmeister Michael Schumacher ist, betonte, dass es für ein abschliessendes Urteil noch zu früh sei. Die Scuderia hat bei Haas als Motorenpartner Einfluss. Angeblich läuft der Vertrag von Mick Schumacher als Nachwuchsmann bei Ferrari aber Ende dieses Jahres aus. Das könnte seinen Spielraum für Verhandlungen mit anderen Teams wie Alpine oder Williams erhöhen.

Ferrari-Krise wird immer grösser

«Wir müssen versuchen, uns zu verbessern», verkündete Teamchef Mattia Binotto, auf den der Druck immer grösser wird, nach der nächsten Deklassierung in Spa. «Ich denke nicht, dass es nächste Woche ein paar Wunder geben wird, dass wir ganz nah an Red Bull sind», sagte hingegen der auf WM-Rang drei abgestürzte Charles Leclerc. Zu Saisonbeginn galt der Monegasse noch als aussichtsreicher WM-Herausforderer. Im Entwicklungsrennen enteilt aber Red Bull. Nachdem Leclerc in Belgien nach dem nächsten fragwürdigen Strategie-Entscheid seines Teams weitere Punkte verlor, verkommt Ferrari immer mehr zum Gespött der Formel-1-Fans. Zuletzt machte sich sogar Fernando Alonso über die Strategie seines ehemaligen Arbeitgeber lustig.



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(law/dpa)

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