Katastrophenalarm in Dresden
Aktualisiert

Katastrophenalarm in Dresden

Das Hochwasser der Elbe ist in der Nacht auf Heute im deutschen Bundesland Sachsen unaufhörlich weiter gestiegen. In mehreren Dresdner Stadtteilen herrschte Katastrophenalarm.

Besonders angespannt war die Lage in Gohlis, wo ein Damm überzulaufen drohte. In dem Stadtteil am Elbufer wurden rund 380 Menschen zwangsevakuiert.

Den Angaben zufolge waren rund 70 Polizisten im Einsatz, um die Menschen zum Verlassen ihrer Wohnungen und Häuser aufzufordern. In Bad Schandau hatten sich bis Samstag früh rund 600 Menschen vor dem Hochwasser in Sicherheit gebracht.

In Dresden und Pirna waren seit Freitagabend Elbbrücken gesperrt. In Dresden kann das "Blaue Wunder" - sonst eine Hauptverkehrsader - nur noch von Fussgängern und Radfahrern genutzt werden.

In Pirna darf die alte Elbbrücke nur noch von Einsatzkräften und Rettungsfahrzeugen befahren werden. Zudem rief der Katastrophenstab des Landkreises Sächsische Schweiz für den Ort Heidenau Katastrophenvoralarm aus.

Auch in den polnischen Hochwassergebieten bereiteten sich die Einsatzkräfte am Freitag auf Evakuierungen überfluteter Dörfer vor. Im niederschlesischen Olawa (Ohlau) wurden etwa 100 Einwohner sowie Vieh und Möbel in Sicherheit gebracht, weil die Oder über die Ufer getreten war.

Zahlreiche Strassen waren unpassierbar. Der Pegelstand der Oder lag bereits 150 Zentimeter über der Hochwassermarke. Die eigentliche Flutwelle wird am Sonntag erwartet.

In Südostpolen stehen mehr als 7500 Hektar Ackerland unter Wasser. Zu den Gebäuden, die wegen des Hochwassers evakuiert werden mussten, gehören auch eine Schule, ein Kindergarten und eine Polizeistation. Mehrere Strassen waren unpassierbar.

Während die Flutwelle nordwärts ins zentralpolnische Kernland zog, wurden dort die Vorbereitungen auf das Hochwasser verstärkt und die Deiche zusätzlich befestigt. Die Einwohner, die ihre Häuser nicht verlassen wollten, werden von der Feuerwehr mit Trinkwasser und Lebensmitteln versorgt. (sda)

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