Aktualisiert 10.06.2018 00:29

Mann von SATC-Designerin«Kate kämpfte gegen Dämonen»

Am Dienstag wurde Designerin Kate Spade tot in ihrer Wohnung gefunden. Jetzt spricht ihr Ehemann über das lange Leiden seiner «besten Freundin».

von
bla

Als am Dienstag bekannt wurde, dass sich Kate Spade mit 55 Jahren das Leben genommen hat, kursierten schnell erste Gerüchte. Die Designerin, die mit ihren Handtaschen in der Kultserie «Sex and the City» berühmt wurde, soll unter Alkoholproblemen und schweren psychischen Problemen gelitten haben. Zudem soll ihre Ehe mit Gatte Andy (55) am Ende gewesen sein.

Jetzt meldete sich Andy Spade selbst zu Wort – und räumt in einem emotionalen Statement in der «New York Times» mit den falschen Gerüchten auf.

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Ein seltenes Bild des Ehepaares Spade: Andy und Kate 2013 bei einem Anlass.

Ein seltenes Bild des Ehepaares Spade: Andy und Kate 2013 bei einem Anlass.

Dukas
Nahm sich in ihrer Wohnung in New York das Leben: Kate Spade, hier mit Taschen und Schuhen aus ihrer Kollektion im Jahres 2004.

Nahm sich in ihrer Wohnung in New York das Leben: Kate Spade, hier mit Taschen und Schuhen aus ihrer Kollektion im Jahres 2004.

AP/Bebeto Matthews
Spade wurde vor allem durch ihre Handtaschen berühmt...

Spade wurde vor allem durch ihre Handtaschen berühmt...

AP/Mark Lennihan

«Wir brauchten einfach nur eine Pause»

Seine Frau Kate habe viele Jahre unter Depressionen und Angstzuständen gelitten. Aber: «Sie war in den letzten fünf Jahren in Behandlung und nahm Medikamente gegen ihre Krankheit.» Dass seine Frau ein Alkoholproblem gehabt habe, dementiert Andy. Auch habe sie keine Probleme im Geschäft gehabt.

Eine Scheidung sei ebenfalls kein Thema gewesen. Man habe die letzten zehn Monate getrennt gelebt und so versucht, Probleme zu lösen. «Wir waren 35 Jahre zusammen, wir haben uns sehr geliebt, aber wir brauchten einfach nur eine Pause.»

Abschiedsbrief an Öffentlichkeit gelangt

Andy Spade ruft dazu auf, seine Familie in Ruhe zu lassen. Die gemeinsame Tochter Bea (13) versuche in dieser schweren Zeit, mit dem Tod ihrer Mutter fertigzuwerden. Dass Auszüge aus dem Abschiedsbrief von Kate an ihre Tochter an die Öffentlichkeit gerieten, verurteilt Spade aufs Äusserste.

Sie hätten am Abend vor ihrem Suizid noch Kontakt gehabt, sie habe glücklich gewirkt. Es habe keinerlei Anzeichen für ihre Tat gegeben. «Das war nicht sie, sie kämpfte gegen Dämonen. Kate war die schönste Frau der Welt, die gütigste Person, die ich je gekannt habe, und 35 Jahre lang meine beste Freundin.»

Suizidgedanken? Hier finden Sie Hilfe

Beratung:

Dargebotene Hand, Tel. 143, (143.ch)

Online-Beratung für Jugendliche mit Suizidgedanken: U25-schweiz.ch

Angebot der Pro Juventute: Tel. 147, (147.ch)

Kirchen (Seelsorge.net)

Anlaufstellen für Suizid-Betroffene:

Nebelmeer – Perspektiven nach dem Suizid eines Elternteils (Nebelmeer.net);

Refugium – Geführte Selbsthilfegruppen für Hinterbliebene nach Suizid (Verein-refugium.ch);

Verein Regenbogen Schweiz (Verein-regenbogen.ch).

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