Aktualisiert 14.06.2008 12:16

SUPERMODELKate Moss: Politische Lingerie?

Kate Moss und das britische Lingerie-Label «Agent Provocateur» wollen mit sechs Kurzfilmen eine gesellschaftspolitische Debatte lostreten.

Die Moss ist ja in erster Linie ein Model, und dass sie in ihrem Job eine der besten ist, das zeigt sie gekonnt in der neuesten Kampagne von «Agent Provocateur». Dort filmt sie Regisseur Nick Knight in avangardistischer Weise in Hochzeitslingerie ab. So weit so gut. Aber die Moss will mit dieser Kampagne noch mehr sein als ein Supermodel. Sie will ein politisches Supermodel sein. Denn der politische Hintergrund der sechs Kurzfilmchen ist eine Debatte darüber, warum die Institution der Ehe durch die Religion und den Staat kontrolliert wird. Es wird die Forderung gestellt, dass jede Einzelperson individuell seine oder ihre Bedeutung von Ehe selbst definieren können soll. So viel zu dieser Verbindung aus Lingerie und Politik.

Nick Knight sagte in einem Interview, dass er gerade Kate Moss als Braut für dieses Projekt wollte, «weil sie niemals aufgibt.»

Knight spielt auf den letztjährigen Kokain-Skandal des Supermodels an: «Die Presse hat sie (damals) total durch die moralische Linse angeschaut, sich in ihr Privatleben eingegraben. Die Medien haben sie auch zu einem Model erklärt, das eine Vorbildfunktion habe, aber das ist sie nicht, sie ist ein Model, das Mode vorführt.»

Hier die einzelnen Filme von «White Wedding»:

Szene 1: The Happiest Day Of Her Life

Quelle: YouTube

Szene 2: The Garden Of Eden

Quelle: YouTube

Szene 3: Bad News

Quelle: YouTube

Szene 4: Frenzy

Quelle: YouTube

Szene 5: Revenge

Quelle: YouTube

Szene 6: Let Them Eat Kate

Quelle: YouTube

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