Aktualisiert 19.11.2007 08:17

Kathedrale von Mexiko-Stadt aus Protest geschlossen

Die Kathedrale von Mexiko-Stadt ist nach dem Spätgottesdienst vom Sonntagabend auf unbestimmte Zeit geschlossen worden.

«In der Kathedrale wird nichts mehr stattfinden, sie wird zum Zeichen des Protestes geschlossen», teilte Diözesansprecher Armando Martínez mit. Anhänger des bei der Präsidentschaftswahl 2006 unterlegenen linken Kandidaten Manuel López Obrador waren zuvor in das Gotteshaus eingedrungen und hatten dort politische Parolen ausgerufen.

Der Streit entbrannte, als die Glocken läuteten, während Anhänger López Obradors auf dem zentralen Platz vor der Kathedrale, dem Zócalo, eine Kundgebung abhielten.

Pfarrer Rubén Ávila sagte, es sei das normale Sonntagsläuten gewesen. Dagegen sahen einige Demonstranten darin eine Provokation. Sie drangen nach Ávilas Darstellung «gewalttätig» in die Kathedrale ein und beleidigten Kirchgänger; dies sei «nicht hinnehmbar».

Die Beziehungen zwischen der katholischen Kirche und den Anhängern López Obradors sind gespannt, seit Kardinal Norberto Rivera im vergangenen Jahr die Wahl von Präsident Felipe Caldéron anerkannte, die nach Ansicht des unterlegenen Kandidaten durch Manipulationen zu Stande kam.

(sda)

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