Acht Jahre später: Katherine Heigl entschuldigt sich

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Acht Jahre späterKatherine Heigl entschuldigt sich

2008 brachte Katherine Heigl ihre Karriere mit ungeschickten Äusserungen ins Schlingern. Die Zeit sowie Therapie-Sitzungen haben ihr geholfen, das Tief zu überwinden.

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shy

Am Mittwoch war Katherine Heigl (37) zu Gast in der Radioshow von US-Talker Howard Stern (62). Sie sprach offen über die schwierige Zeit, nachdem sie für ihre Kommentare zu «Grey's Anatomy» und «Knocked Up» vor acht Jahren öffentlich an den Pranger gestellt worden war.

Wie es dazu kam? 2008 bewarb sie sich nicht für eine Emmy-Nomination – denn wer beim Rennen um den wichtigsten amerikanischen Fernsehpreis dabei sein will, muss dafür einen Auszug aus seiner jüngsten Arbeit einreichen. Heigl verzichtete jedoch darauf, weil sie «aus dieser Staffel ‹Grey's Anatomy› nicht genügend gutes Material für eine Nomination zur Verfügung gestellt bekommen» habe, wie die «New York Times» damals berichtete. Serien-Schöpferin und -Drehbuchschreiberin Shonda Rhimes (46) fühlte sich persönlich angegriffen.

Immer noch Eiszeit

In der «Howard Stern Show» betonte die Schauspielerin nun, dass sie nicht das «Grey's Anatomy»-Material an sich meinte, sondern schlicht ihre eigene darstellerische Leistung. «Ich hatte einfach kein gutes Gefühl dabei», sagte sie. «Und weil ich im Vorjahr schon gewonnen hatte» – als beste Nebendarstellerin in einer Drama-Serie – «dachte ich, dass ich für eine erneute Nomination reichhaltigeres, dramatischeres und emotionaleres Material bräuchte.»

Zwar habe sie sich bei Rhimes entschuldigt, aber laut «Us Weekly» herrscht zwischen den beiden trotzdem nach wie vor Eiszeit. Den Produzenten Judd Apatow (48) habe sie hingegen noch nicht um Verzeihung gebeten. Über dessen Film «Knocked Up», der sie zusammen mit «27 Dresses» in Hollywoods A-Liste katapultierte, sagte Heigl ebenfalls 2008 in der «Vanity Fair»: «Es war ein wenig sexistisch. Ich fand es schwer, den Film zu mögen.»

«Ich wollte nicht schwierig sein»

«Ich mag den Film sehr», berichtigte sie das nun in Sterns Sendung, «ich mochte einfach meine Figur nicht, weil sie andere verurteilte und verklemmt war. Nach den Dreharbeiten fragte ich mich: ‹Warum habe ich das so gemacht? Mein Charakter ist doch so ein A***loch!›» Weil die Reaktionen der Öffentlichkeit auf ihre unglücklichen Äusserungen so heftig ausfielen, habe sie sich in nachfolgenden Produktionen eine Weile lang nicht mehr getraut, irgendjemandem zu widersprechen: «Ich wollte nicht schwierig sein.»

Sie sei seither etwa fünfmal bei einem Psychologen gewesen, um das Ganze zu verarbeiten. Und mittlerweile mache sie den Mund auch wieder auf, wenn etwas wirklich nicht gut sei – nur eben vorsichtiger.

Den ganzen Block mit Katherine Heigl in der «Howard Stern Show» vom Mittwoch gibt es bei Soundcloud zum Nachhören.

Wie nett Katherine Heigl eigentlich sein kann, sehen Sie in unserer Bildstrecke.

Und hier sind die drei Auszüge, in denen die Schauspielerin über das Emmy-Thema, «Knocked Up» und ihren Ruf, schwierig zu sein, spricht:

(Quelle: Soundcloud/Howard Stern)

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