«Es reicht!»: Katholiken wollen Huonder absetzen
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«Es reicht!»Katholiken wollen Huonder absetzen

Bischof Vitus Huonder und Generalvikar Martin Grichting müssen weg. Das fordern die Basiskatholiken in einem Brief an Bischof Markus Büchel, Präsident der Schweizer Bischofskonferenz.

von
woz
Vitus Huonder

Vitus Huonder

Am 9. März ziehen die Basiskatholiken mit Transparenten vom Bahnhof St. Gallen zum Klosterplatz. Dort wollen sie Bischof Markus Büchel, dem Präsidenten der Schweizer Bischofskonferenz, einen Brief überreichen. Die Forderung: eine neue Leitung des Bistums Chur. Will heissen, Bischof Vitus Huonder und Generalvikar Martin Grichting müssen weg, schreibt der «Tages-Anzeiger».

Die Kundgebung für eine glaubwürdige und befreiende katholische Kirche Schweiz steht unter dem Motto «Es reicht!». In einem Flyer, der heute Mittwoch veröffentlicht wurde, heisst es: «Wir haben genug von Ausgrenzung, von Diskriminierung, von Feudalismus und systematischem Infragestellen wertvoller staatskirchlicher Strukturen». Weiter: «Wir haben genug von disziplinierender Haltung, von hartherziger Theologie und pessimistischen Bischöfen, die den Gläubigen misstrauen!»

Zur Unruhe in der katholischen Kirche hätten Verlautbarungen des Bistums Chur geführt, die grosse Gruppen von Gläubigen diskriminierten, etwa homosexuelle, geschiedene wiederverheiratete, im Konkubinat lebende sowie die Pille und Kondome verwendende Katholikinnen und Katholiken.

Auch das «Wort zum Menschenrechtstag» habe Anlass zu Protest gegeben. Im weiteren untergrabe die Bistumsleitung in Chur wertvolle staatskirchenrechtliche Strukturen.

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