Katrina: Rotes Kreuz verteilt Kreditkarten
Aktualisiert

Katrina: Rotes Kreuz verteilt Kreditkarten

Zahlreiche Flüchtlinge aus dem Katastrophengebiet im Süden der USA können bald wieder über eigenes Geld verfügen. Das Rote Kreuz verteilt im texanischen Houston Kreditkarten an Flüchtlinge.

Die Karten sind pro Familie mit bis zu 1500 Dollar (knapp 1900 Franken) aufgeladen und können zwölf Stunden nach Erhalt benutzt werden. Etwa 7000 Flüchtlinge hatten teilweise seit 05.00 Uhr morgens in glühender Hitze für die Karten angestanden.

Ursprünglich wollte die US-Behörde für Katastrophenmanagement (FEMA) die Karten anbieten, hatte dann aber «logistische Probleme» eingestanden und die Aktion verschoben. Die FEMA war vielfach wegen ihrer langsamen Reaktion auf die Katastrophe kritisiert worden.

Kurzfristig hatte das Rote Kreuz die Karten ausgestellt. Die Amerikaner wollten eine schnelle Hilfe, deshalb sei das Rote Kreuz eingesprungen, sagte ein Sprecher.

Die Flüchtlinge hatten ihr Haus oft nur mit dem, was sie auf dem Leibe trugen, verlassen müssen. Das Geld soll ihnen nun ermöglichen, Kleidung, Essen oder Bustickets zu kaufen.

US-Präsident George W. Bush kündigte am Donnerstag an, die durch den Sturm vertriebene Familien sollten rasch und unbürokratisch 2000 Dollar pro Haushalt erhalten. Diese «Nothilfe» solle dazu dienen, die dringendsten Bedürfnisse zu befriedigen.

Die Vertriebenen sollten staatliche Hilfen und Krankenversicherungsleistungen dort in Anspruch nehmen können, wo sie sich nun aufhielten, sagte Bush weiter.

(sda)

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