Jerusalem: Katsav muss vorerst nicht ins Gefängnis
Aktualisiert

JerusalemKatsav muss vorerst nicht ins Gefängnis

Das oberste Gericht ­Israels hat dem früheren israelischen Staatspräsidenten Mosche Katsav vorläufige Haftverschonung gewährt.

Teilerfolg für den ehemaligen israelischen Staatspräsidenten Mosche Katsav. Foto: key

Teilerfolg für den ehemaligen israelischen Staatspräsidenten Mosche Katsav. Foto: key

Für Katsav bedeutet die gestern bekannt gegebene Entscheidung, dass er für mehrere Monate auf freiem Fuss bleiben darf, während er sich auf sein Berufungsverfahren vorbereitet.

Katsav war im Dezember wegen Vergewaltigung verurteilt worden und im März wurde eine siebenjährige Haftstrafe gegen ihn ausgesprochen, die er eigentlich Anfang diesen Monats hätte antreten sollen.

Der 65-jährige Ex-Präsident wurde wegen der Vergewaltigung einer Untergebenen während seiner Zeit als Minister 1998 verurteilt. Zwei weitere Frauen soll er während seiner Amtszeit als Staatspräsident von 2000 bis 2007 sexuell belästigt haben. Er ist der ranghöchste israelische Amts­träger, der je zu einer Haftstrafe verurteilt wurde. Katsav hat die Vorwürfe zurückgewiesen und erklärt, er sei Opfer einer politischen Hexenjagd.

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