Dreifacher Kieferbruch - Katze angefahren, Fahrerflucht – «So ein Verhalten macht mich wütend»
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Dreifacher KieferbruchKatze angefahren, Fahrerflucht – «So ein Verhalten macht mich wütend»

Julia Borns Katze Coco wurde am Dienstag von einem Auto angefahren und schwer verletzt. Der Lenker machte sich nach dem Unfall aus dem Staub.

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In mehreren Facebook-Gruppen teilt Besitzerin Julia Born die Geschichte und bittet um finanzielle Unterstützung.

In mehreren Facebook-Gruppen teilt Besitzerin Julia Born die Geschichte und bittet um finanzielle Unterstützung.

Julia Born
Und diese kam sofort: Nach nur einem Tag wurden über 1100 Franken gesammelt, um die Arztkosten der Katze zu bezahlen.

Und diese kam sofort: Nach nur einem Tag wurden über 1100 Franken gesammelt, um die Arztkosten der Katze zu bezahlen.

Julia Born
Coco habe einen dreifachen Kieferbruch und eine Fraktur am Jochbein erlitten.

Coco habe einen dreifachen Kieferbruch und eine Fraktur am Jochbein erlitten.

Julia Born

Darum gehts

  • Nachdem eine Katze am Dienstag von einem Auto angefahren wurde, machte sich der Lenker umgehend aus dem Staub.

  • Coco, wie die Katze heisst, erlitt einen dreifachen Kieferbruch und eine Fraktur am Jochbein.

  • Von Facebook-Userinnen und -Usern bekommt Besitzerin Julia Born nun finanzielle Unterstützung.

«Ich habe am ganzen Körper gezittert und hatte riesige Angst», sagt Julia Born aus Herisau. Grund dafür war ein Anruf, den die 33-Jährige am Dienstagvormittag bekam: «Unsere Tierärztin meldete sich bei mir im Büro und sagte, dass unsere Katze schwer verletzt im Tierspital sei.» Geschockt von der Horror-Nachricht machte sich die Herisauerin auf den Weg ins Kleintierklinikum, um Coco, wie die schwarz-weisse Katze genannt wird, zu besuchen. Dort erwartete sie ein unangenehmer Anblick: «Coco hat einen dreifachen Kieferbruch und eine Fraktur am Jochbein erlitten.»

Den Grund für die schwere Verletzung habe die Mutter erst in einem späteren Gespräch mit der Nachbarin erfahren. «Sie sah die Katze am Dienstagmorgen in Herisau blutüberströmt mitten auf der Strasse taumeln», so Born. Offenbar wurde Coco von einem Auto angefahren. Die Nachbarin habe sofort gehandelt und die heranrauschenden Autos angehalten, die Katze zu sich genommen und die Polizei alarmiert.

Fahrer machte sich aus dem Staub

«Ich bin wahnsinnig dankbar, dass sie so reagiert hat, damit hat sie Schlimmeres verhindert», sagt Born. Von dem Lenker, der den Unfall verursachte, fehlt jede Spur. Dafür hat die Herisauerin kein Verständnis: «Es macht mich wütend und traurig – Katzen sind auch Lebewesen und haben es verdient zu leben.» Wenn man ein Kind anfahren würde, würde ja auch jeder anhalten.

Die fünfjährige Coco befinde sich derweil auf dem Weg der Besserung. Sie habe schon wieder mit ihr kuscheln können. «Leider kann sie aber noch nicht fressen. Darum wurde ihr vor kurzem eine Magensonde eingelegt, wodurch sie ernährt wird.» Dennoch: Coco gehe es den Umständen entsprechend gut und wenn alles nach Plan läuft, könne sie am Montag wieder nach Hause.

User-Community zeigt grosse Solidarität

Neben dem Schock erwartet die junge Familie nun auch noch eine dicke Rechnung. Born geht von einer Summe von 1500 bis 2000 Franken für Notfall- und Arztkosten aus. Ein finanzieller Schlag, der die Familie hart trifft. Daher startete sie am Donnerstag einen Spendenaufruf auf Facebook. «Ich habe gehofft, dass uns die Community mit ein paar Franken unter die Arme greifen kann», so Born. Was dann passierte, konnte die 33-Jährige kaum glauben – eine regelrechte Solidaritätswelle überschwemmte die Familie: Am Freitagmittag waren schon über 1100 Franken zusammengekommen.

«Wir sind überwältigt von der Unterstützung, es ist einfach wunderschön», sagt die 33-Jährige glücklich. «Ich möchte ein grosses Dankeschön an alle Spender richten und die Autofahrerinnen und Autofahrer darum bitten, vorsichtig zu fahren.» Dadurch könne man Tierleben retten.

Du weisst von einem Tier in Not?

Hier findest du Hilfe:

Feuerwehr, Tel. 118 (Tierrettung)

Polizei, Tel. 117 (bei Wildtieren)

Tierrettungsdienst, Tel. 044 211 22 22 (bei Notfällen)

Schweizerische Tiermeldezentrale, wenn ein Tier entlaufen/zugelaufen ist

Stiftung für das Tier im Recht, für rechtliche Fragen

GTRD, Grosstier-Rettungsdienst, Tel. 079 700 70 70 (Notruf)

Schweizerische Vogelwarte Sempach, für Fragen zu Wildvögeln, Tel. 041 462 97 00

Tierquälerei:

Meldung beim kantonalen Veterinäramt oder beim Schweizer Tierschutz (anonym möglich)

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(viv)

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