04.10.2019 14:24

Kriminelle am Werk?

Katzen auf mysteriöse Weise verschwunden

Das Auftauchen eines Katers 100 Kilometer von zuhause entfernt lässt eine Katzenbesitzerin aufhorchen: Sind in der Schweiz Tierdiebe unterwegs?

von
miw
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Seit Mai ist Kater Nalu (4) aus Thun spurlos verschwunden. Seine Besitzerin hat ein Verdacht wegen Katzenhandels.

Seit Mai ist Kater Nalu (4) aus Thun spurlos verschwunden. Seine Besitzerin hat ein Verdacht wegen Katzenhandels.

Den trotz intensiver Nachsuche und gar dem Einsatz von Spürhunden bleibt das Tier verschollen.

Den trotz intensiver Nachsuche und gar dem Einsatz von Spürhunden bleibt das Tier verschollen.

Ein Bericht von Radio32 habe ihr Verdacht zudem verstärkt. Das mysteriöse Auftauchen eines Katers, 100 Kilometer von zuhause entfernt, lässt eine Katzenbesitzerin aufhorchen: Sind in der Schweiz Tierdiebe unterwegs? (Symbolbild)

Ein Bericht von Radio32 habe ihr Verdacht zudem verstärkt. Das mysteriöse Auftauchen eines Katers, 100 Kilometer von zuhause entfernt, lässt eine Katzenbesitzerin aufhorchen: Sind in der Schweiz Tierdiebe unterwegs? (Symbolbild)

Evri Onefive

Nicole Dianas Katze Nalu verschwand vor mehreren Monaten in Thun spurlos. Trotz des Verteilens von Plakaten, gar dem Einsetzen von Spürhunden und das Abklappern von Kadaversammelstellen, bleibt der grau getigerte Kater bis heute vermisst. Besitzerin Nicole Diana, die Veterinärmedizin studiert, ist skeptisch: Wurde ihr Vierbeiner vielleicht von Katzenhändlern entführt?

«Da der Vorplatz unseres Daheims durch eine gut laufende Pizzeria sehr stark frequentiert ist und die Katze wahnsinnig zutraulich war, schliesse ich den Tierhandel nicht aus», sagt die Thunerin. Ihr Verdacht verstärkt sich in diesen Tagen: Radio32 berichtete nämlich aktuell von einem ähnlichen Fall, der sich in der Schweiz zugetragen hat. Und auch da hat die Besitzerin den Verdacht, dass ihr Kater in die Fänge von Kriminellen geriet.

Wie Kater Mäxi plötzlich wieder auftauchte

Was ist dort passiert? Kater Mäxi aus Solothurn war anfangs Jahr von einem Moment auf den anderen spurlos verschwunden – für seine Besitzerin war er trotz intensiver Suche unauffindbar. Dies, bis neun Monate später das Handy vibrierte.

Die verzweifelte Solothurnerin erhielt im September eine SMS – von einer Tierärztin aus dem Kanton Zug, rund 100 Kilometer von Solothurn entfernt. Kater Mäxi sei von einer Frau aus dem entfernten Kanton Glarus für Untersuchungen in die Praxis gebracht worden. Dabei tischte die Frau der Ärztin eine derart verrückte Geschichte auf, wie sie in Besitz des Katers gekommen sei, dass die Veterinärin schliesslich skeptisch wurde. So hat die Tierarztpraxis von sich aus mit Nachforschungen begonnen. Dabei konnte der gechipte Mäxi schnell als der vermisste Solothurner Kater identifiziert werden.

Fall Mäxi verstärkt Verdacht

Obwohl jetzt eigentlich das Happy End kommen könnte – Mäxi ist in der Zwischenzeit wieder zuhause in Solothurn – ist der Fall noch bei Weitem nicht abgeschlossen. Die neunmonatige Abwesenheit und das mysteriöse Auftauchen des Katers lässt ein ungutes Gefühl zurück. Wie ist der Kater den lange Weg von Solothurn nach Glarus gekommen? Und was hatte diese unbekannte Frau in der Zuger Tierarztpraxis zu tun?

Nicole Diana aus Thun jedenfalls ist überzeugt, dass es in der Schweiz Katzenhandel gibt: «Als angehende Tierärztin bekomme ich aus meinem Umfeld leider immer wieder solche Geschichten mit.» Deshalb wolle sie jetzt unbedingt darauf aufmerksam machen. «Auch wenn es für die Familie ein grosser Verlust und Schmerz ist, leidet schlussendlich das Tier am meisten darunter.»

Ist auch Ihre Katze auf mysteriöse Weise verschwunden? Erzählen Sie uns Ihre Geschichte!

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