Shopping-Tag: Streik bei Amazon am Black Friday – jetzt packt ein Angestellter aus

Shopping-TagStreik bei Amazon am Black Friday – jetzt packt ein Angestellter aus

Heute ist Black Friday. 20 Minuten berichtet den ganzen Tag und nennt die besten Deals.

von
Fabian Pöschl
Marcel Urech

  • Am 25. November gibt es zum Black Friday fast überall Aktionen.

  • Es gibt aber auch Kritik am Kaufrausch, der für die Angestellten vor allem Stress bedeutet.

  • Die News zum Black Friday.

Deine Meinung

Freitag, 25.11.2022
16:35

Ansturm blieb aus

Dieser Händler in London hat zur Türöffnung wohl einige Kundinnen und Kunden mehr erwartet als nur einen – dabei war extra ein TV-Team vor Ort.

16:27

Das halten die Leute vom Black Friday

16:18

Das kaufen die Leute am Black Friday im Glattzentrum

1 / 10
Nina (20) aus Dübendorf: «Auf diese Schuhe bekam ich 30 Prozent Rabatt.»

Nina (20) aus Dübendorf: «Auf diese Schuhe bekam ich 30 Prozent Rabatt.»

20 Min
Melissa (l.) und Vanessa (beide 17) aus Schaffhausen: «Auf unsere Jacke und Hose gab es 40 Prozent Rabatt.»

Melissa (l.) und Vanessa (beide 17) aus Schaffhausen: «Auf unsere Jacke und Hose gab es 40 Prozent Rabatt.»

20 Min
Yannick (16) aus Dübendorf: «Auf diesen Karl-Kani-Pulli gabs 30 Prozent Rabatt.»

Yannick (16) aus Dübendorf: «Auf diesen Karl-Kani-Pulli gabs 30 Prozent Rabatt.»

20 Min
13:55

Amazon-Mitarbeiter packt aus

Zum Black Friday kündigten Gewerkschaften in über 30 Ländern Streiks bei Amazon an. Es ist nicht der erste Streik am Black Friday, aber der erste internationale. Der Versandriese steht immer wieder in der Kritik wegen mieser Arbeitsbedingungen. Gewerkschaften beschuldigen das Unternehmen, die Angestellten, Gemeinden und den Planeten «bis zum letzten Tropfen» auszuquetschen. Sie fordern bessere Gehälter und Arbeitsbedingungen. Am Freitag bestätigte Amazon Streiks in neun der 20 Zentren in Deutschland.

Ein Amazon-Mitarbeiter in den USA berichtet nun gegenüber «Business Insider», was hinter den Kulissen im Lager an Black Friday passiert. «Ich liebe das Black-Friday-Chaos, aber ich musste an der Hand operiert werden, nachdem ich am Packband gearbeitet hatte», sagt der ältere Mitarbeiter. Deshalb arbeite er jetzt in einer anderen Abteilung.

Bei Amazon begann er vor vier Jahren, weil seine Frau krank wurde und sie deshalb eine Krankenversicherung brauchten. Während den Wochen rund um Black Friday sei «die Hölle los». Dann seien Überstunden vorgeschrieben, die Arbeitsschichten von 40 auf 55 Stunden pro Woche erhöht, also elf Stunden pro Tag. Der Lohn sei im Oktober um zwei Dollar auf 18.40 Dollar pro Stunde erhöht worden. Die Gehaltserhöhung richte sich aber nach der Dauer der Betriebszugehörigkeit. So könne er nun während einer Black-Friday-Woche 1150 Dollar verdienen.

Airpods und Sexspielzeug verpackt

Während einer Schicht habe er mindestens 1000 Kartons gepackt. Darin waren viele Airpods und Amazon-Artikel sowie Kinderspielzeug, aber auch eine Menge Sexspielzeug. Bücher seien in letzter Zeit weniger beliebt.

Amazon vergebe während Black Friday Anreize für die schnellsten Packer. Früher seien das 50-Dollar-Amazon-Geschenkkarten gewesen, heute Lose für Preise wie TVs oder Grillgeräte.

Der Angestellte freue sich auf den bevorstehenden Ruhestand, müsse vorher aber noch einige finanzielle Ziele erreichen, bevor er gehe. «Ich bin wirklich dankbar für die Möglichkeit, etwas zu verdienen und für meine Familie sorgen zu können, insbesondere für die Gesundheit meiner Frau. Ich wünschte nur, das ginge nicht auf Kosten von langen Arbeitszeiten und kaputten Händen», sagt er.

REUTERS
13:13

In der Schweiz ist es bisher am Black Friday nicht zum Massenandrang gekommen. In anderen Ländern übernachten manche für den Shopping-Tag im Zelt vor dem Landen, um als erste von Angeboten profitieren zu können. So wie sie hier.

11:34

Das wars im Glatt-Zentrum

Der Besuch im Glatt-Zentrum ist vorbei. Ein paar Leute haben 20 Minuten gezeigt, welche Schnäppchen sie gekauft haben. Im Verlauf des Nachmittags findest du hier weitere Infos rund um den Black Friday.

11:26

Hosen ohne Rabatt

Eine Kundin sagt: «Ich habe mir Hosen gekauft, aber die waren leider nicht heruntergesetzt. Ich habe sie dann trotzdem gekauft, wenn ich schon hier bin. Einmal im Jahr muss man sich was gönnen, aber ich kaufe nur, was ich wirklich brauche.»

11:25

Rabatt bei Zara

Eine Kundin hat Pullis gekauft: «Darauf gabs 40 Prozent Rabatt bei Zara. Ich hatte grad einen Arzttermin in der Nähe, deshalb nutzte ich die Gelegenheit. Morgen wird es sicher noch voller sein.»

11:22

Pony fürs Gottenkind

Eine Kundin hat ein Pony fürs Gottenkind gekauft. Das wollte sie schon länger kaufen, aber heute gabs 30 Prozent dafür. Sonst will sie nichts mehr an Black Friday kaufen.

11:13

Tasche für die Freundin

Nadim (26): «Ich habe eine Tasche für 224 Franken gekauft mit 40 Franken Rabatt für meine Freundin. Ich hoffe, sie sieht das jetzt nicht. Für meinen kleinen Sohn habe ich einen Fussball gekauft, aber der war nicht günstiger. Auch Kleider für mich und meinen Sohn waren nicht günstiger, bei speziellen Einzelstücken gibt es keinen Rabatt. Viele Händler setzen auch einfach die Preise höher, um dann Rabatte zu geben.»

11:11

50 Prozent Rabatt

Eine Kundin zeigt ihren Einkauf: Oversized-Pulli und Haarklammern, Winterjacken und ein Oberteil mit 50 Prozent Rabatt.

11:09

Glatt erwartet bis zu 60'000 Kundinnen und Kunden

20 Minuten spricht mit dem Leiter des Glattzentrums Rageth Clavadetscher. Er erwartet bis zu 60'000 Kundinnen und Kunden am Glattzentrum. Sein Tipp fürs beste Schnäppchen: «Roboterstaubsauger im Elektroladen zu einem fairen Preis. Mir sind aber nicht die Rabatte wichtig, sondern die Angestellten. Viele machen auch gezielt nicht mit bei den Aktionen, das finde ich auch okay. Der heutige Konsument ist erwachsen genug und kauft etwas, das er braucht. Wenn er dabei sparen kann, ist es okay. Das Glatt macht auch keine Aktionen, sondern die Läden im Glatt. Wir haben einfach länger geöffnet.»

10:44

Plakatoffensive bei Interdiscount

Bei Interdiscount ist der Black Friday nicht zu übersehen. Zahlreiche Plakate sind rund um eine Filiale aufgeklebt, wie das Bild eines News-Scouts zeigt.

10:01

Late-Night-Shopping bei XXXLutz

Bei XXXLutz gibts zahlreiche Rabatte, etwa bis zu 55 Prozent auf Einbauküchen bis Sonntag. Die drei Filialen des Möbelhändlers haben heute bis 22 Uhr geöffnet, die Filiale in Dietikon ausserdem auch am Sonntag.

09:56

Migros-Deals

Die Migros hat zahlreiche Angebote in ihren Läden und den Fachgeschäften. Ein Sprecher macht für 20 Minuten eine Auswahl:

Migros

  • 30 Prozent auf Spielwaren bis Sonntag

  • 40 Prozent auf ausgesuchte Kleider

  • 30-50 Prozent auf ausgewählte Weine im Onlineshop

  • 30 Prozent auf Beauty- und Pflegeprodukte ab 50 Franken im Onlineshop

Melectronics

Digitec Galaxus

  • 20 Prozent auf die Marke Tefal

  • 20 Prozent auf ausgewählte Kategorien der Marke Philips

  • 85-Zoll-TVs von Samsung zu Aktionspreisen

  • 25 Prozent auf ausgewählte HP 250 G8 Notebooks

  • limitierte Deals unter diesem Link

Do It + Garden

  • 30 Prozent aufs Philips-Hue-Sortiment

  • Gasgrill «Australia» von Outdoorchef mit 50 Prozent Rabatt für 299.50 Franken

  • 40 Prozent auf Bad-Accessoires von Spirella

  • Werkzeugkoffer mit 71 Teilen für 89 statt 179 Franken

  • 20 Prozent aufs Kreativ- und Bastelsortiment

09:28

Katholische Theologin kritisiert Konsumwahn

Auch auf dem reformierten Nachrichtenportal ref.ch gibt es Kritik am Black Friday. «An diesem Tag wird der Konsum künstlich angekurbelt», sagt die katholische Theologin und Jugendarbeiterin Andrea Meier.

Die Offene Kirche Bern sei «mitten in der Konsummeile» an der Spitalgasse und so direkt vom Black Friday betroffen. Sie unterstütze stattdessen den sogenannten «Kauf-nix-Tag», der auf die «ungesunde, übersteigerte Form des Konsums» aufmerksam mache.

09:27

Manor-Aktionen

Manor hat 20 Minuten eine Auswahl an heutigen Deals geschickt:

  • 30 Prozent auf Beauty, Haushalt, Fashion, Home, Travel und Sport

  • 10 Prozent auf Elektrogeräte im Beauty-Bereich und Smartwatches

09:12

Kurier arbeitet sich zu Tode

Ein DPD-Kurier in Grossbritannien soll sich zu Tode gearbeitet haben. Der 49-jährige Warren N. sei am Mittwoch tot in seinem Lieferwagen aufgefunden worden. Wegen der Päckli-Flut am Black Friday hätten seine Arbeitstage bis zu 14 Stunden betragen. Sieben Tage seien vergangen, bis Kollegen die Leiche des alleinerziehenden Vaters einer 14-jährigen Tochter fanden, wie der «Blick» unter Bezug auf die «Sun» berichtet.

Facebook

Die Manager der Firma hätten die Angestellten überredet, mehr Tage und länger zu arbeiten. Deshalb habe er von 6 Uhr morgens bis teilweise 20 Uhr abends gearbeitet – für zehn Franken pro Stunde. DPD zeigt sich betroffen. «Unsere Gedanken sind in diesem Moment bei seiner Familie und seinen Freunden», so ein DPD-Sprecher zur «Sun».

09:07

Junge Grüne nervt sich über Black Friday

Die Partei Junge Grüne nervt sich auf Twitter über den Black Friday – der neoliberale Kapitalismus zeige sich «in seiner hässlichsten Form».

Während die Konzerne Milliardengewinne machten, müssten die Menschen schauen, wie sie bei Inflation und Stromknappheit durch den Winter kommen. «Viele müssen das kapitalistische Black-Friday-Spiel mitspielen – auch wenn sie das nicht wollen», twittert die Partei.

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