Aktualisiert 05.01.2011 13:44

Euro in Estland

Kaum eingeführt, schon gefälscht

Estland hat seit dem 1. Januar den Euro - und nun auch die ersten Fälschungen. Kriminelle machten sich offenbar die Unvertrautheit der Esten mit der neuen Währung zunutze.

Eine Verkäuferin in Tallinn prüft eine 20-Euro-Note am 1. Januar 2011, dem Einführungstag der Einheitswährung.

Eine Verkäuferin in Tallinn prüft eine 20-Euro-Note am 1. Januar 2011, dem Einführungstag der Einheitswährung.

Fälscher brachten in Estland nach der Einführung des Euro zum 1. Januar die ersten selber gedruckten Scheine in Umlauf. In Tallinn, der Hauptstadt des baltischen Landes, seien demnach falsche 20-Euro-Scheine aufgetaucht, anderswo gerieten falsche Fünfzig-Euro-Scheine in Umlauf, berichteten lokale Medien.

Die Fünfzig-Euro-Scheine sind die häufigsten Blüten in der Eurozone. Ihr Anteil lag im ersten Halbjahr 2010 nach Angaben der Europäischen Zentralbank bei fast 43 Prozent, in Deutschland sogar bei zwei Dritteln. Insgesamt tauchten in dem Zeitraum in den 16 - mit Estland sind es nun 17 - Euroländern 387 000 gefälschte Banknoten auf.

Ungewöhnliche Vorkehrungen traf am Mittwoch die städtische Sozialbehörde in Tallinn: Sie bereitet warme Mahlzeiten für ärmere Esten vor, die sich während der ersten Woche mit der neuen Währung verkalkuliert und ihr Lebensmittelbudget bereits ausgeschöpft haben. (sda)

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