Zum Nachmachen: Kaum jemand kann sagen, wo welcher Zeh sitzt
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Zum NachmachenKaum jemand kann sagen, wo welcher Zeh sitzt

Wo befindet sich welcher Zeh? Überraschenderweise ist diese Frage ziemlich schwierig zu beantworten.

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Mit dem Hashtag #footsies ehren derzeit tausende Fussliebhaber ihre unteren Extremitäten.

Mit dem Hashtag #footsies ehren derzeit tausende Fussliebhaber ihre unteren Extremitäten.

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Doch ganz so innig kann die Beziehung nicht sein. Denn viele Menschen haben Mühe, mit geschlossenen Augen zu erkennen, welcher ihrer Zehen gerade berührt wird.

Doch ganz so innig kann die Beziehung nicht sein. Denn viele Menschen haben Mühe, mit geschlossenen Augen zu erkennen, welcher ihrer Zehen gerade berührt wird.

Keystone/Steffen Schmidt
So lautet das Ergebnis von Forschern der renommierten Universität von Oxford.

So lautet das Ergebnis von Forschern der renommierten Universität von Oxford.

Colourbox.com

Es klingt wie ein Kinderspiel – doch die Antwort auf die Frage, welcher Zeh gerade berührt wird, hat selbst Wissenschaftler der renommierten Universität von Oxford überrascht. Jede zweite Testperson hatte nämlich im Versuch Mühe, ihre eigenen Zehen auseinanderzuhalten.

Für eine Studie zur Körperwahrnehmung baten sie gesunde Probanden im Alter von 22 bis 34 Jahren, mit geschlossenen Augen zu erraten, welcher ihrer Zehen gerade berührt wurde. Und nur etwas mehr als die Hälfte konnte dabei beispielsweise sagen, welcher ihr zweiter Zeh war.

Fehlende Zehen

Laut der in der Fachzeitschrift «Perception» veröffentlichten Studie konnten zwar 94 Prozent der Testteilnehmer erkennen, wenn ihr grosser Zeh berührt wurde. Beim zweiten, dritten und vierten Zeh wussten aber nur noch 57, 60 und 79 Prozent die richtige Antwort.

Viele verwechselten zudem den zweiten mit dem dritten und den dritten mit dem vierten Zeh – nur beim kleinen Zeh waren sie sich dann wieder sicher. Fast die Hälfte der 20 Probanden gab zudem spontan an, das Gefühl zu haben, dass einer ihrer Zehen «fehlt».

Weitreichende Folgen

Die Erkenntnisse der Studie seien auch für die Medizin interessant, sagte Mitautorin Nela Cicmil der Nachrichtenagentur AFP. Die Fehlbestimmung von Körperteilen – die sogenannte Agnosie – ist für viele neuropsychologische Erkrankungen charakteristisch. «Bisher war jedoch nicht bekannt, wie akkurat gesunde, junge Menschen ihre Zehen allein durch Berührung identifizieren können.»

Wenn sich aber schon gesunde Menschen bei der Identifizierung ihrer Zehen irren können, sollten diese Tests laut den Forschern künftig zur Diagnose von Hirnschäden nicht mehr eingesetzt werden, so Cicmil in einer Mitteilung der Hochschule. «Ein besseres Verständnis der Mechanismen des Gehirns, die hinter einfachen Irrtümern bei der Körperwahrnehmung stehen, können zudem zum Verständnis grösserer Wahrnehmungsstörungen wie etwa bei Magersucht führen», sagte Cicmil. (fee/sda)

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