Aktualisiert

Kaum jemand will Bruno sehen

Der Besucherandrang beim ausgestopften Braunbären Bruno hat sich an seinem ersten Ausstellungstag in Grenzen gehalten.

Das Museum Mensch und Natur rechnete am Donnerstagnachmittag mit knapp 3.000 Besuchern. Das sei einer der besten Tage des Jahres, am Karfreitag sei der Andrang aber grösser gewesen, sagte die stellvertretende Museumsleiterin Gilla Simon der AP. Normalerweise kämen weniger als 1.000 Besucher pro Tag.

Bruno ist die grösste Attraktion des Museums. Praktisch jeder Besucher sei als erstes zu ihm gegangen, sagte Simon. Auch viele Kinder hätten sich den Bären angesehen. Ihre Reaktionen seien betroffen, aber auch interessiert. Simon zeigte sich erfreut über die zusätzlichen Besucher, aber auch darüber, dass der Tag geregelt und ohne grössere Drängeleien oder Ärger abgelaufen sei.

Unterdessen scheiterte die Klage eines Rechtsanwalts gegen Brunos Abschuss im Sommer 2006 endgültig. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof wies seine Berufung gegen ein Urteil des Münchner Verwaltungsgerichts ab. Er hatte argumentiert, dass der vom Freistaat genehmigte Abschuss des Bären sein Grundrecht auf Naturgenuss einschränke. Dagegen verwiesen die Gerichte darauf, dass dieses Grundrecht ein Staatsziel sei und sich daraus kein subjektives Recht Einzelner ableite, gegen Veränderungen durch hoheitliche Massnahmen vorzugehen. Ausserdem könne die Natur auch trotz des Abschusses des Bären noch genossen werden, erklärte der Verwaltungsgerichtshof. (dapd)

Deine Meinung