Aktualisiert 18.07.2016 05:34

Terror in Nizza

Kayla (6) und ihr Mami starben beide in Nizza

Noch sind nicht alle der 84 Todesopfer in Nizza identifiziert. Die 6-jährige Kayla und ihre Mutter Cristina aus Yverdon wurden beim Attentat getötet.

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Kayla (6) und ihre Mutter Cristina (30) kamen beim Anschlag in Nizza ums Leben.

Kayla (6) und ihre Mutter Cristina (30) kamen beim Anschlag in Nizza ums Leben.

Einwohner von Yverdon trauern auf Facebook um die kleine Kayla. Ihre Mutter Cristina wird noch vermisst. Die beiden kleinen Geschwister sind im Spital.

Einwohner von Yverdon trauern auf Facebook um die kleine Kayla. Ihre Mutter Cristina wird noch vermisst. Die beiden kleinen Geschwister sind im Spital.

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Die 6-jährige Kayla aus Yverdon wurde beim Attentat in Nizza getötet.

Die 6-jährige Kayla aus Yverdon wurde beim Attentat in Nizza getötet.

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Am Abend des 14. Juli rast Mohamed Lahouaiej Bouhlel mit einem gemieteten Lieferwagen über die Strandpromenade von Nizza. 84 Menschen tötet er auf seiner Amokfahrt. Darunter zehn Kinder. Bisher sind noch nicht alle Opfer identifiziert.

Bislang ist bekannt, dass von den 84 Todesopfern zwei aus der Schweiz stammen: Die 54-jährige Linda C. aus dem Tessin und das 6-jährige Mädchen Kayla aus Yverdon. Der Waadtländer Polizeisprecher Jean-Christophe Sauterel bestätigte den Tod des Mädchens gegenüber «24 Heures».

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Vater und zwei Kinder im Spital

Der Kanton sprach der Familie in einem Communiqué vom Sonntag sein Beileid aus. Kayla war mit ihrem Vater, der Mutter Cristina, einer gebürtigen Brasilianerin und ihren zwei kleinen Geschwistern in Nizza.

«Der Schweizer Konsul fand meinen Schwiegersohn und die beiden Kinder im Spital», sagt Kaylas Grossmutter gegenüber Bfm.tv. Das 8 Monate alte Baby, die 4-jährige Schwester und der Vater stehen unter Schock.

Kaylas Mutter Cristina wurde am Sonntag noch vermisst. Nun die traurige Gewissheit: Auch Cristina wurde beim Attentat getötet, berichtet «Le Matin». Grossmutter Ines F. sagte am Sonntag, ihre Tochter sei noch nicht identifiziert worden, «wir wissen aber, dass sie beim Attentat getötet wurde.»

Auf Facebook trauert Grossmutter Ines um ihre Tochter und ihr Grosskind. Auch auf der Facebook-Gruppe «Du bist von Yverdon, wenn ...» wird um die Familie getrauert.

Schweiz hilft bei Identifizierung

Ob sich weitere Schweizer Staatsangehörige unter den Toten und Verletzten befinden, wird gemäss einem Sprecher des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) weiter abgeklärt.

Zu diesem Zweck stehe die Schweizer Vertretung vor Ort in Kontakt mit den lokalen Behörden. Ausserdem seien zwei Verbindungspersonen des Bundesamts für Polizei fedpol vor Ort, um die Behörden bei der Identifizierung von allfälligen weiteren Schweizer Opfern zu unterstützen.

Beim EDA sind seit Donnerstagabend zahlreiche Suchmeldungen von Angehörigen eingegangen. Der grösste Teil der gesuchten Personen habe inzwischen kontaktiert beziehungsweise lokalisiert werden können, teilte EDA-Sprecher Stefan von Below auf Anfrage mit. Drei Suchmeldungen sind noch offen. (zum/sda)

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