Aktualisiert 06.03.2010 16:18

Fifa EntscheidKein Chip im Ball, keine Torkamera

Die FIFA hat neuen Technologien zur Unterstützung der Schiedsrichter eine Absage erteilt. Dies entschieden Vertreter des Fussball-Weltverbands nach einer Sitzung mit Kollegen vom für Regelfragen zuständigen International Football Association Board (IFAB).

Zwei Innovationen waren zur Debatte gestanden: Ein in den Bällen platzierter Chip und eine Tor-Kamera. Beide Lösungen sollten als Hilfsmittel im Falle von strittigen Torszenen genutzt werden können, sie vermochten jedoch die Regelhüter nicht zu überzeugen. Mit einer klaren Mehrheit wurden die Varianten abgelehnt.

«Wir sind der Meinung, dass die Technologie aus dem Spiel herausgehalten werden muss», sagte FIFA-Generalsekretär Jérome Valcke. Wegen etlicher Fehlentscheide von Schiedsrichtern auf höchstem Niveau - es sei das irregulär eingeleitete Tor Frankreichs in der WM-Qualifikation gegen Irland genannt - war der Ruf nach technischen Hilfsmitteln immer lauter geworden. «Fehler wird es immer geben», meinte Valcke weiter, «aber lasst uns den Fussball so erhalten, wie er ist.»

Vertagt wurde der Entscheid über die Einführung von Torrichtern. Am 17. Mai soll diesbezüglich ein nächstes Treffen stattfinden. In der Europa League werden in dieser Saison erstmals solche zusätzlichen Referees getestet. Um sich über das Pilotprojekt ein genaueres Bild zu verschaffen, will das IFAB den Rest der Europacup- Kampagne abwarten. Die Fussball-WM in Südafrika werde dieser Entscheid aber ohnehin nicht betreffen, so FIFA-Generalsekretär Valcke.

(si)

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