Alt-Deponien: Kein Einfluss aufs Trinkwasser mehr messbar
Aktualisiert

Alt-DeponienKein Einfluss aufs Trinkwasser mehr messbar

Im Zusammenhang mit den Muttenzer Alt-Deponien hat der Kanton Baselland am Mittwoch Resultate von Grundwasseruntersuchungen vorgelegt. Demnach sei kein Einfluss aufs Trinkwasser mehr messbar. Das weitere Vorgehen bei den Deponien wurde zudem bestätigt.

Die Aufrechterhaltung des Grundwasserbergs und die Trinkwasseraufbereitung mit Aktivkohlefiltern seien die richtigen Massnahmen, um die Qualität des Trinkwassers aus der Muttenzer Hard zu sichern, teilte die Baselbieter Bau- und Umweltschutzdirektion mit. Das hätten Untersuchungen gezeigt.

Die drei Alt-Deponien Margelacker, Rothausstrasse und Feldreben hätten früher das Trinkwasser beeinflusst. Aufgrund der hydrologischen Situation sei heute aber kein Einfluss mehr messbar. Die gänzliche Entfernung der seit Jahrzehnten im Boden vorhandenen Schadstoffe aus dem Grundwasser brauche aber noch Jahrzehnte.

Dabei stützt sich die Baudirektion auf Untersuchungen über die Fliessrichtung des Grundwassers. Diese habe sich im Laufe der Zeit mehrfach geändert, und zwar wegen äusserer Einflüsse wie dem Bau des Kraftwerks Birsfelden oder der Rheinwasser-Infiltration. Das erlaube Aussagen zur bisherigen und künftigen Schadstoffverteilung.

Weiteres Vorgehen

Die Grund- und Trinkwasserlage bei Muttenz soll auch künftig regelmässig analysiert werden. Betreffend die drei Deponien hat die Baudirektion das schon bekannte Vorgehen bestätigt: Feldreben dürfte ab Ende 2010 saniert werden, für die zwei andern wird ein Überwachungskonzept entworfen. Über die Kostenverteilung soll im September eine Einigung gesucht werden. (sda)

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