Kein Geld für «Blair Force One»
Aktualisiert

Kein Geld für «Blair Force One»

Der britische Premierminister Tony Blair muss weiterhin ohne eigenen Jet auskommen.

Für ein Flugzeug wie den Jumbojet «Air Force One» des US-Präsidenten fehlt in Grossbritannien das Geld.

Schatzkanzler Gordon Brown - Blairs stärkster Rivale in der Labour-Regierung - machte dem Premier einen Strich durch die Rechnung. Brown habe erklärt, dass die Staatskasse einfach nicht genug Geld für eine «Blair Force One» hergebe, berichtete am Sonntag die «Times».

Bisher müssen Blair und seine Minister für Auslandsflüge auf die vom Verteidigungsministerium gestellte Flotte der Königin zurückgreifen. Die Maschinen sind inzwischen jedoch reichlich in die Jahre gekommen und für Langstreckenflüge nicht mehr geeignet.

Daher mussten nach Angaben der Zeitung für Auslandsreisen Blairs im zurückliegenden Jahr 800 000 Pfund (1,8 Millionen Franken) für kommerzielle Chartermaschinen ausgegeben werden.

Neben Blairs eigenen Jet hatte Downing Street gemeinsam mit dem Aussen- und Verteidigungsministerium noch zwei weitere Maschinen für die Regierung beantragt. Brown beschied seinen Kollegen, sie sollten stolz darauf sein, dass Grossbritannien als einziges G8-Mitglied keine «Flugzeuge nur für Politiker» besitze. Laut «Sunday Times» sollte «Blair Force One» neben 40 Sitzen auch mit Betten und der neuesten Kommunikationstechnik ausgerüstet werden.

(sda)

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