Armee: Kein Geld für Munition, dafür für Luxuswohnungen
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ArmeeKein Geld für Munition, dafür für Luxuswohnungen

Da gerät Ueli Maurer in Erklärungsnotstand. Auf der einen Seite klagt der Bundesrat, dass die Armee kein Geld habe, um ihre Soldaten auszurüsten; auf der anderen Seite werden jährlich 360 000 Franken für zwei Luxuswohnungen von Verteidigungsattachés in London und Paris ausgegeben.

Laut Verteidigungsminister Ueli Maurer fehlt der Armee das Geld an allen Ecken und Enden. Es soll so schlimm sein, dass man sich nicht einmal mehr das Benzin leisten kann, um die Fahrzeuge für den Transport der Soldaten aufzutanken. Zudem verlotterten die Immobilien. Das Bild, das Maurer vom Zustand der Armee zeichnet, kontrastiert mit den Mitteln, die das Verteidigungsdepartement (VBS) für die Wohnungen der Schweizer Verteidigungsattachés im Ausland einsetzt, wie die «NZZ am Sonntag» berichtet. So lässt sich das VBS allein die Dienstwohnung für seinen Verteidigungsattaché in London pro Jahr 210 000 Franken kosten, was einer Monatsmiete von 17 500 Franken entspricht. In Paris bewohnt der Militärattaché laut der eine Residenz, die monatlich rund 12 500 Franken kostet. Die Wohnungen, deren Kosten das VBS strikte geheim hält, sind äusserst grosszügig ausgestattet. Sie umfassen unter anderem einen grossen und kleinen Salon, ein grosses Esszimmer sowie zwei Gästetoiletten. Hinzu kommen die Privaträume der Attachés.

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