Kein Gentech-Reis aus China in der Schweiz
Aktualisiert

Kein Gentech-Reis aus China in der Schweiz

Anders als die Länder der Europäischen Union muss die Schweiz sich offenbar nicht gegen mögliche Importe von Gentech-Reis aus China wappnen. Die hiesigen Grossverteiler versichern nämlich, sie hätten keinen chinesischen Reis in den Regalen.

Ab dem 15. April verlangt die EU für Reisprodukte aus China ein Zertifikat, dass die Importe nicht mit Gentech-Reis kontaminiert sind. Das hat die EU-Kommission am Dienstag beschlossen, nachdem chinesischer Gentech-Reis Bt63 in Grossbritannien, Frankreich und Deutschland entdeckt worden war.

Die vorläufig für sechs Monate geltende EU-Massnahme dürfte sich für die Schweiz erübrigen. Am Mittwoch ergab eine kleine Umfrage der Nachrichtenagentur SDA bei den Grossverteilern, dass diese keinen chinesischen Reis importieren.

Coop führt den Reis aus Thailand ein, wie Sprecherin Susanne Erdös sagte. Und für alle Eigenmarken-Produkte, die Reismehl enthalten, bestünden bezüglich Gentech klare Vereinbarungen mit den Lieferanten, die auch kontrolliert würden.

Kein Handlungsbedarf

Auch bei der Migros gibt es keinen Handlungsbedarf. Nach Auskunft von Sprecherin Martina Bosshard bezieht der Grossverteiler seinen Reis nur aus Europa und Thailand, nicht aber aus China. Auch bei Denner steht kein Reis aus China in den Regalen. Man importiere den Reis aus Thailand, sagte Sprecherin Eva Maria Bauder.

In der EU und in der Schweiz ist keine Sorte von Gentech-Reis zum Import oder zum Verkauf zugelassen. Im Jahr 2006 war in Europa Gentech-Reis aus den USA entdeckt worden. In der EU und ebenfalls in der Schweiz waren daraufhin Produkte mit Spuren von Gentech-Reis aus den Läden zurückgezogen worden.

Noch «nichts Offizielles» in der Sache weiss das Bundesamt für Gesundheit (BAG), wie Sprecherin Sabina Helfer am Mittwoch sagte. Das BAG hatte sich in früheren Fällen von mit Gentechnologie versetzten Produkten jeweils eingeschaltet.

(sda)

Deine Meinung