Kein Griff an Hose: Schlussgang-Sieg von Joel Wicki sorgt für Diskussionen

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TV-WiederholungKein Griff an Hose – Schlussgang-Sieg von Wicki sorgt für Diskussionen

Joel Wicki bezwingt im ESAF-Schlussgang Matthias Aeschbacher und macht sich so zum Schwingerkönig. Ein verdienter Sieg, dem aber ein kleiner Makel anhaftet.

Hier verliert Wicki beim entscheidenden Schwung den Griff an Aeschbachers Hose.

SRF

Darum gehts

Nach 36 Jahren des Wartens erlöste Joel Wicki am Sonntag die ganze Innerschweiz und bescherte seinem Teilverband den erst zweiten Schwingerkönig-Titel überhaupt. In einem spektakulären Schlussgang legte der 25-Jährige nach fast 13 Minuten seinen Berner Kontrahenten Matthias Aeschbacher schliesslich auf den Rücken und sicherte sich so den Festsieg.

Nun erhält Wicki grossen Triumph aber mit einem kleinen Nachgeschmack. Wie die SRF-Bilder zeigen, hat der Sörenberger seine Hände beim entscheiden Siegerschwung nicht mehr an Aeschbachers Zwilchhose  – so verlangt es aber eigentlich das Reglement. Das Resultat hätte so also nicht zählen dürfen.

Wicki hatte auch schon Pech

Im Gegensatz zum Fussball gibt es im Schwingsport – zumindest noch – keinen Videoschiedsrichter. Und in Echtzeit liegt Aeschbacher nach dem verlorenen Griff von Wicki so schnell auf dem Rücken, dass der Kampfrichter kaum eine Chance hat, die Aktion richtig zu beurteilen.

Klar zu sehen: Keine von Wickis Händen ist mehr an Aeschbachers Hose.

Klar zu sehen: Keine von Wickis Händen ist mehr an Aeschbachers Hose.

SRF

Für einmal hatte der neue Schwingerkönig also das Glück auf seiner Seite. Bei seinem verlorenen Schlussgang vor drei Jahren in Zug war das noch anders, als Wicki sich Christian Stucki geschlagen geben musste. Auch nach mehreren TV-Wiederholungen stritten sich die Geister an der Frage, ob der Innerschweizer tatsächlich mit den geforderten zwei Dritteln seines Rückens das Sägemehl berührt hatte.

Doppelsieg gegen Aeschbacher

Keine Zweifel darüber gibt es, dass Joel Wicki in Pratteln über die zwei Wettkampftage hinweg den stärksten Eindruck in der mit über 50’000 Zuschauern und Zuschauerinnen gefüllten Arena hinterliess. Nach einem Gestellten zum Auftakt gegen Adrian Walther liess er auf seinem Weg zum Königstitel fünf Siege nacheinander folgen – darunter gegen die Eidgenossen Nick Alpiger, Roger Rychen und bereits ein erstes Mal Matthias Aeschbacher. Nach einem gestellten Duell gegen Fabian Staudenmann folgte im Schlussgang dann der zweite Triumph über seinen Berner Rivalen. 

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(law)

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