Schweinegrippe: Kein Grund für Panik
Aktualisiert

SchweinegrippeKein Grund für Panik

Es gibt keinen Anlass, Veranstaltungen abzusagen, Schulen zu schliessen oder gar die Herbstsession mit der Bundesratswahl wegen der Schweinegrippe abzusagen.

Dies erklärte Direktor Thomas Zeltner vom Bundesamtes für Gesundheit (BAG) am Donnerstag vor den Medien. Die Schweinegrippe sei eine moderate Erkrankung, die sich gut mit der saisonalen Grippe vergleichen lasse. Für Horrorszenarien und Panik bestehe kein Grund.

Die Fallzahlen hätten sich nicht verändert. Insgesamt seien in der Schweiz elf Fälle hospitalisiert worden. Vier Patienten seien schwer erkrankt, eine Person sei in kritischem Zustand.

Impfung frühestens im Oktober

Die erste Lieferung von Impfstoff sei für September zu erwarten, sagte Zeltner. Erste Impfungen seien frühestens im Oktober/November denkbar. Es dränge nicht: «Wir haben Zeit». Bevor die pandemische Grippe H1N1 eine Massenimpfung notwenig mache, werde das BAG auch mit der Ärzteschaft über die Tarifgestaltung verhandeln.

(sda)

Symptome der Schweinegrippe

Die Symptome der Schweinegrippe ähneln der einer ganz normalen Grippe: Fieber, Müdigkeit, Appetitlosigkeit und Husten. Einige Patienten berichteten auch über Schnupfen, Halsschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Ohne Laboruntersuchung gibt es keine Gewissheit.

Die Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch ist sehr kurz, manchmal erkranken Infizierte schon binnen Stunden, die meisten spätestens innerhalb von drei Tagen. In dieser Zeit sind die Patienten schon ansteckend, da die Virenausscheidung über die Schleimhäute des Nasen-Rachen-Raums beginnt. Diese Ausscheidung dauert in der Regel bis zu sieben Tage, bei geschwächten Menschen auch länger. (ap)

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