Aktualisiert 27.08.2012 15:18

Zuckerbrot und Peitsche«Kein Käse» – Luzerner «Tatort» erntete Lob

Kehrtwende: Nachdem die deutsche «Bild» die ersten Luzerner «Tatort»-Folgen kritisierte, gibt es jetzt grosses Lob für den neuen «Tatort: Aussicht mit Hanglage».

von
Lena Berger
Kommissar Flückiger hilft auf dem Hof:Stefan Gubser als Reto Flückiger, Sarah Sophia Meyer als Claudia Arnold (SRF/Daniel Winkler)

Kommissar Flückiger hilft auf dem Hof:Stefan Gubser als Reto Flückiger, Sarah Sophia Meyer als Claudia Arnold (SRF/Daniel Winkler)

«Na, bitte! Diesmal war der Schweizer ‹Tatort› mal kein Käse.» Für einmal hat Bild.de lobende Worte für den neusten Tatort «Aussicht mit Hanglage» aus Luzern übrig. Dies nachdem die erste Folge noch als «klischeehaft und kompliziert» abgekanzelt wurde. Erfreut zeigte man sich über das bessere Hochdeutsch und die Leistung von Stefan Gubser (55) als Kommissar Reto Flückiger. Der Dank gehe an dessen Familie, die ihn zu seinem Besten jeweils hart kritisiere. «Wenn meine Frau nach 15 Minuten gähnt, weil sie den Mörder kennt, ist der Film schlecht – Punkt», so Gubser gegenüber dem grössten deutschen Onlineportal.

Auch 60 Prozent der «Bild»-Leser sind mit der neusten Luzerner Folge zufrieden – wie eine Umfrage mit 15 000 Teilnehmern zeigt. «Alles schweizerisch plausibel und stilgerecht», resümiert ein Leserkommentar.

Harte Kritik aus Süddeutschland

Ganz anders der Tenor bei der «Süddeutschen Zeitung» online: «Dialoge wie aus dem Museum und Formulierungen von anno dazumal: Den dritten Luzerner Tatort kann man sich gut in Schwarz-Weiss vorstellen», so die harsche Kritik. Sauer aufgestossen ist den Redaktoren zudem, dass ständig der Ermittlungsstand zusammengefasst würde.

Trotzdem: Auch den meisten 20-Minuten-Lesern – satten 6o Prozent – hat der neuste Luzerner «Tatort» gemäss einer Umfrage gefallen.

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