Kein Köpferollen nach der Wahl

Aktualisiert

Kein Köpferollen nach der Wahl

Vorläufig keine Rochaden in den Parteileitungen: Sämtliche Generalsekretäre der Bundesratsparteien wollen ihr Amt auch nach den Wahlen ausüben.

Verlierer und Gewinner betonen, es gebe nun erst recht viel zu tun.

Wie CVP-Parteipräsident Philipp Stähelin hatte auch Generalsekretär Reto Nause sein Amt nach den Wahlverlusten zur Verfügung gestellt. «Das Präsidium hat jedoch auch mir am Montag das Vertrauen ausgesprochen, weshalb ich diesen Job gerne weiter ausübe», sagte Nause am Dienstag auf Anfrage.

Wohl sei der Wahltag für ihn persönlich ein «ganz bitterer Tag gewesen», erklärte Nause: «Ich habe meinen Job schon lieber gemacht als am Sonntagabend.» Es wäre indes falsch, «jetzt einfach davonzurennen». Wenn die Partei es wolle, würde er das Amt sogar bis 2007 ausüben, sagte Nause.

Auch FDP-Generalsekretär Guido Schommer denkt nicht ans Aufhören: «Ich habe vor den Wahlen meine persönliche Situation analysiert und bin zum Schluss gekommen, dieses Amt weiter mit grosser Freude auszuführen.» Er wolle sich mit 200 Prozent einsetzen für die «rekonvaleszente» FDP, hielt Schommer fest.

SVP-Rutz: «Arbeit hat erst begonnen»

SVP-Generalsekretär Gregor Rutz hat ebenfalls «grosse Freude» an seinem Amt und will dieses weiterführen. «Wir stehen vor wichtigen Aufgaben; die grosse Arbeit hat erst begonnen», sagte Rutz. Zudem sei es einfacher, einen solchen Job zu machen, wenn einem der Erfolg Recht gebe.

Auch SP-Generalsekretär Reto Gamma will seinen Posten beibehalten. «Ich bin gewählt bis 2004 und werde zu diesem Moment eine Entscheidung treffen», sagte Gamma. (sda)

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