Aktualisiert 05.12.2011 23:49

SCL TigersKein Loch füllen sondern Team verstärken

Die SCL Tigers befinden sich nach sechs Niederlagen in Serie im Elend. Immerhin: Captain Pascal Pelletier muss nicht unters Messer.

von
Peter Berger
Die Kritik gilt weniger Goldhelm Simon Moser, sondern vielmehr den Ausländern Esche und Pelletier (v. l.). (Key)

Die Kritik gilt weniger Goldhelm Simon Moser, sondern vielmehr den Ausländern Esche und Pelletier (v. l.). (Key)

Nach einer MRI-Untersuchung konnte Tigers-Sportchef und -Geschäftsführer Ruedi Zesiger gestern wenigstens eine positive Nachricht aus dem Emmental verkünden: «Das Knie von Pelletier ist verschlagen und zerquetscht, aber nicht kaputt. Eine Operation ist nicht nötig.» Der Captain der SCL Tigers war am vergangenen Freitag beim 0:4 gegen Servette verletzt ausgeschieden. Wann der kana­dische Stürmer aber wieder spielen kann, ist ungewiss und wird laut Zesiger «von Tag zu Tag» beurteilt.

Der Manager verzichtet darauf, einen Ersatz zu verpflichten. Dabei könnten die Langnauer in ihrer misslichen Situation zusätzliche Kräfte gut gebrauchen, zumal bisher auch der «gesunde» Pelletier arg enttäuschte. «Natürlich könnten wir jetzt eine Kurzschlussreaktion tätigen und einen Ausländer aus der NLB holen.Doch wir wollen nicht bloss ein Loch füllen, sondern einen Spieler, der das Team verstärkt.» Bloss einen solchen lasse sich auf dem ausgetrockneten Markt derzeit nicht ­finden. Zesiger wehrt sich ve­hement dagegen, dass die Söldner in Langnau für die schlechte Tabellenlage schuld seien. Denn neben Pelletier wird auch Goalie Robert Esche (USA) heftig kritisiert. «Ihm den Schwarzen Peter in die Schuhe zu schieben, wäre falsch. Die ganze Mannschaft ist verunsichert.» Trotz den zehn Punkten Rückstand auf den Trennstrich hat Zesiger die Hoffnung nicht verloren: «Wir haben das Thema Playoffs noch nicht aufgegeben.» Um den Glauben am Leben zu ­erhalten, brauchen die Tigers aber schnell Siege, mit oder ohne Pelletier.

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