Aktualisiert 11.08.2009 18:16

PiratenKein Lösegeld - aber fürstliche Spesenrechnung

Lösegeld hat es keines gegeben, dafür aber eine grosszügige Bezahlung der Verpflegungskosten: Die somalischen Piraten, die 16 europäische Seeleute vier Monate lang gefangenhielten, haben eine Spesenabrechnung von 270 000 Dollar erstattet bekommen.

Italiens Aussenminister Franco Frattini hatte am Montag betont, es sei kein Lösegeld gezahlt worden. Das stimmt so nicht ganz, wie am Dienstag ans Licht kam.

Die Piraten bekamen rund 300 000 Franken. Das Geld sei unter anderem für die Verpflegung der Geiseln auf dem Schiff «Buccaneer» gezahlt worden, sagte der Gouverneur von Sanag, Mohamed Said Nur, der Nachrichtenagentur AP.

Die «Buccaneer» mit zehn italienischen, fünf rumänischen und einem kroatischem Besatzungsmitglied war seit der Kaperung durch die Piraten im April vor der Küste der Provinz Sanag gelegen. Die Besatzung war am Sonntag freigelassen worden. (dapd)

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