Corona-Lage ist «exzellent» - Kein Nachtleben, keine Party – so hält Mallorca die Fallzahlen tief
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Corona-Lage ist «exzellent»Kein Nachtleben, keine Party – so hält Mallorca die Fallzahlen tief

Trotz der 40’000 angereisten Deutschen über Ostern bleibt die Gesundheitslage auf Mallorca entspannt. Vor allem deshalb, weil man dort derzeit kaum Party machen darf.

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Trotz aller Appelle der deutschen Regierung, auf das Reisen angesichts hoher Corona-Zahlen zu verzichten, verbrachten rund 40’000 Deutsche ihre Osterferien auf Mallorca.

Trotz aller Appelle der deutschen Regierung, auf das Reisen angesichts hoher Corona-Zahlen zu verzichten, verbrachten rund 40’000 Deutsche ihre Osterferien auf Mallorca.

Clara Margais/dpa
Die Bilanz am 13. April 2021 ist dennoch positiv.

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Clara Margais/dpa
Binnen 24 Stunden wurden auf den Balearen 38 Neuinfektionen mit dem Coronavirus und nur ein Todesfall erfasst.

Binnen 24 Stunden wurden auf den Balearen 38 Neuinfektionen mit dem Coronavirus und nur ein Todesfall erfasst.

Clara Margais/dpa

Darum gehts

  • Rund 40’000 Deutsche reisten über Ostern nach Mallorca – 10 Tage später bleibt jedoch die Corona-Lage auf den Balearen entspannt.

  • Unter anderem, weil Innenräume von Cafés und Restaurants geschlossen bleiben und Gäste draussen nur bis 17 Uhr bewirtet werden.

  • Mit Lockerungen geht Regionalpräsidentin Francina Armengol sehr vorsichtig um.

Der Oster-«Ansturm» von rund 40’000 Besucherinnen und Besucher aus Deutschland hat die vergleichsweise sehr gute Corona-Lage auf Mallorca und den anderen Balearen-Inseln vorerst nicht beeinträchtigt. Die Infektionszahlen seien weiterhin relativ gering, teilten die Gesundheitsbehörden am Dienstag auf Palma mit. Die Corona-Ampel, die täglich vom angesehenen balearischen Wirtschaftszirkel unter Einbeziehung aller offiziellen Daten erstellt wird, zeigte derweil auf grün. Die Lage sei «exzellent», hiess es.

Völlig risikofrei bleibt eine Reise auf die liebste Insel der Deutschen allerdings nicht. In dem Quarantäne-Hotel unweit der Mallorca-Hauptstadt Palma sind derzeit 27 Urlauberinnen und Urlauber aus Deutschland untergebracht, wie die Behörden am Montagabend bekanntgaben. Besucherinnen und Besucher, die auf der Insel positiv getestet wurden, absolvieren dort allein oder zusammen mit ihren jeweiligen Begleitung die vorgeschriebene Isolierung, die mindestens zehn Tage beträgt. Wie viele der 27 tatsächlich infiziert sind, wurde nicht bekannt.

Sieben-Tage-Inzidenz viel tiefer als in Deutschland

Binnen 24 Stunden wurden auf den Balearen 38 Neuinfektionen mit dem Coronavirus und nur ein Todesfall erfasst. Es waren am Dienstag sechs Neuinfektionen weniger als am Vortag. Dabei hatte die spanische Mittelmeer-Region im Winter zeitweilig die höchsten Coronazahlen ganz Spaniens. Der am 4. Januar registrierte Tageshöchstwert lag mit 1865 fast 50-Mal so hoch wie die am Dienstag registrierte Zahl.

Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz, die Zahl der Ansteckungen pro 100’000 Einwohner binnen sieben Tagen, gaben die Regionalbehörden nicht bekannt. Nach Angaben des spanischen Gesundheitsministeriums lag dieser wert am Montagabend auf den Balearen bei 28,77 – und damit deutlich niedriger als in allen deutschen Bundesländern. In Deutschland steht Schleswig-Holstein nach Zahlen des Robert Koch-Instituts mit 71 am besten, Thüringen mit 235 am schlechtesten da.

«Es wird weiterhin nur langsame Lockerungen geben»

Ungeachtet der entspannten Lage wollen die Behörden die Erfolge nicht durch leichtfertiges Handeln aufs Spiel setzen. Regionalpräsidentin Francina Armengol mahnt weiterhin zur Vorsicht. Am Dienstag wies die Sozialistin im Regionalparlament die Kritik der Opposition und von Gastronomen an den weiterhin relativ strengen Restriktionen zurück. «Es wird weiterhin nur langsame Lockerungen geben», betonte sie.

Die Innenräume von Cafés und Restaurants bleiben – anders als etwa in Madrid – bis auf weiteres dicht, draussen dürfen Gäste nur bis 17 Uhr bewirtet werden. Armengol: «Es ist kein Zufall, dass die Balearen die spanische Region mit der zweitniedrigsten Inzidenz sind. Es ist kein Zufall, dass unsere Sterblichkeitsrate im Zusammenhang mit der Pandemie die niedrigste ganz Europas ist. Es ist kein Zufall, dass wir die geringste Auslastung der Intensivstationen haben.»

Hast du oder hat jemand, den du kennst, Mühe mit der Coronazeit?

Hier findest du Hilfe:

BAG-Infoline Coronavirus, Tel. 058 463 00 00

BAG-Infoline Covid-19-Impfung, Tel. 058 377 88 92

Dureschnufe.ch, Plattform für psychische Gesundheit rund um Corona

Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

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(DPA/kle)

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