Kein Nachwuchs: 55000 KMU-Jobs akut bedroht
Aktualisiert

Kein Nachwuchs: 55000 KMU-Jobs akut bedroht

Weil viele
Unternehmer ihre
Nachfolgeplanung
versäumt haben, sind bis
zu 55000 Jobs gefährdet.

Den kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in der Schweiz gehen die Bosse aus. Die ungelösten Nachfolgeprobleme würden insgesamt 55000 Arbeitsplätze gefährden: Eine Studie von Dun & Bradstreet geht davon aus, dass in den kommenden drei Jahren über 10000 Firmen aufgeben werden. In den nächsten Jahren suchen sogar über 52000 KMU mit fast 270000 Beschäftigten einen neuen Chef. Betroffen sind vor allem Firmen mit weniger als 250 Beschäftigten.

Der Grund: «Derzeit kommen sehr viele Unternehmer ins Pensionsalter», weiss Hans Reis vom Schweizerischen Arbeitgeberverband. «Weil die Nachfolgeplanung zu weit hinausgeschoben wurde, wird es schwierig, überall eine optimale Lösung zu finden.»

15,5 Prozent der KMU mit Nachfolgeproblemen sind Unternehmen, die im Maschinenbau tätig sind. In dieser Branche gibt es besonders viele kleine Firmen mit weniger als zehn Beschäftigten, was das Risiko von Betriebsschliessungen und Arbeitsplatzverlusten erhöht. Auch Immobilienmakler und -verwalter sowie das Druck- und Verlagsgewerbe sind besonders betroffen.

AP/cit

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