ETH-Studie zu Gymnasien: Kein Pfusch, aber Mängel: ETH korrigiert
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ETH-Studie zu GymnasienKein Pfusch, aber Mängel: ETH korrigiert

Die ETH Zürich hält an den Hauptaussagen ihrer Studie «Maturanoten und Studienerfolg fest». Aufgrund von Rückmeldungen seien jedoch Mängel, die bei der manuellen Erfassung einzelner Personendaten aufgetreten seien, behoben worden.

Die zentrale Aussage der Studie bleibe allerdings unverändert, heisst es in einer Mitteilung vom Dienstag: Eine gute Maturanote sei das wichtigste Kriterium für ein erfolgreiches Abschneiden an der Basisprüfung der ETH Zürich, schreibt die Hochschule weiter.

Hinweise auf Mängel veranlassten das Rektorat, die Studie zu überprüfen. Dabei wurden Fehler entdeckt, was bedauerlich sei. Drei Korrekturen betreffen die in der entsprechenden Grafik zum Schulvergleich aufgeführten Gymnasien.

In sieben Fällen (von 5216) geht es um die richtige Zuteilung einzelner Personen in die Herkunftsschule. Die Nachbesserungen haben gewisse Auswirkungen auf die Grafik mit den Gymnasien; die Hauptaussagen aus ETH-Sicht seien davon nicht tangiert.

So etwa die Erkenntnis, dass gute Maturanoten das wichtigste Kriterium sind für den Erfolg bei der ETH-Basisprüfung seien. Ein weiteres Erfolgskriterium sei das Eintrittsalter. Die Wahl der Schwerpunktfächer habe hingegen einen geringeren Einfluss.

Korrigierte Fehler

Die in der Studie enthaltene Grafik zum Gymnasien-Vergleich listete eine Kantonsschule Aarau auf. Dabei handelt es sich um den historischen Namen für die Alte Kantonsschule Aarau. Alle Datensätze der beiden bisher separat geführten Schulen sind nun unter der Alten Kantonsschule Aarau subsumiert.

Unter dem Namen Liceo Cantonale Lugano figurieren zwei separate Schulen (Liceo Cantonale Lugano 1 und Liceo Cantonale Lugano 2) mit je unterschiedlichen Ausrichtungen. Diesem Umstand wurde Rechnung getragen, indem die Schulen nun auch separat aufgeführt sind.

Neu im Vergleich der Gymnasien ist die Kantonale Mittelschule Uri aufgeführt, die bei der Erfassung aufgrund eines Namenswechsels fälschlicherweise als zwei separate Schulen mit je weniger als 30 Studierenden bisher nicht berücksichtigt wurde.

Bei der manuellen Datenerfassung der total 5216 Studierenden kam es zu sieben Fehlzuteilungen. Diese Fehlzuteilungen betrafen praktisch alle die verschiedenen Gymnasien Rämibühl in der Stadt Zürich.

Die Studie der ETH hatte schweizweit Kritik ausgelöst. Die von der ETH erstellte Auflistung war vielerorts als Rangliste aufgefasst worden, die etwas über die Qualität der Ausbildung an den Gymnasien aussage.

(sda)

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