L. A. verbietet Tüten: Kein Plastik soll den Strand von Malibu plagen
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L. A. verbietet TütenKein Plastik soll den Strand von Malibu plagen

Sorgenkind Plastik: Während die Millionen-Metropole Los Angeles Plastiksäcke verbietet, wächst der «Great Garbage Patch» im Pazifik weiter an.

von
trx
Ein Junge sammelt Plastikmüll, der vom Meer an den Strand gespült worden ist.

Ein Junge sammelt Plastikmüll, der vom Meer an den Strand gespült worden ist.

Die Menge von Mikroplastik in den Meeren ist laut Forschern in den vergangenen 40 Jahren um das Hundertfache gestiegen. Bekannt geworden ist das Phänomen auch durch den «Great Pacific Garbage Patch» – ein gigantischer Strudel aus Plastikmüll im Nordpazifik zwischen Asien und der US-Westküste, der laut Beobachtungen so gross ist wie Westeuropa. Anfang 2008 wurde berichtet, dass etwa 100 Millionen Tonnen Kunststoffmüll in dem gigantischen Strudel zirkulieren.

Kein sichtbarer Teppich

«Die Weltmeere sind sozusagen plastifiziert. Überall findet man Plastikabfälle», so Marcus Eriksen, Leiter einer Expedition, die gegenwärtig den Plastikstrudel durchkreuzt. Dieser ist zwar kein zusammenhängender sichtbarer Teppich, deswegen aber umso schädlicher für die Umwelt: Er besteht zumeist aus kleinen und kleinsten Teilen, die auch von Meerestieren verschluckt werden und immer mehr das natürliche Plankton ersetzen.

Forscher fanden in neun Prozent aller untersuchten Fische Plastik im Magen – hochgerechnet verschlucken diese jährlich 12 000 bis 24 000 Tonnen Plastik. Um dem entgegenzuwirken, verbannt Los Angeles nun Plastiktüten aus den Läden – alleine in der Metropole werden jährlich 2,3 Milliarden Tüten abgegeben.

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