Spital erbarmungslos: «Kein Platz»: Australierin gebar auf dem Boden

Aktualisiert

Spital erbarmungslos«Kein Platz»: Australierin gebar auf dem Boden

Mit Blutungen und Wehen kam eine 27-jährige Hochschwangere ins Liverpool Hospital in Sydney. Doch trotz ihrer Not wurde sie von einer Krankenschwester abgewiesen.

von
rre

«Sie sagte mir, ich solle wieder nach Hause gehen, denn die Wehen sollten in den nächsten 24 bis 48 Stunden wieder von alleine verschwinden», erzählt Natasha Ramirez dem britischen Boulevard-Blatt «The Daily Telegraph». Die 27-Jährige Mutter eines gesunden Kindes hatte am Tag der Geburt ihrer Tochter Schreckliches durchlebt. Unter starken Schmerzen schleppte sie sich ins Spital und wurde mit der Begründung: «Wir haben nicht genug Platz heute Nacht» medizinisch unversorgt heimgeschickt. Und diese ärztliche Versorgung hätte Ramirez unbedingt benötigt: Die Entbindung ihres Kindes war bereits vier Tage überfällig und während einer vorangegangenen Schwangerschaft kam es zu Komplikationen. Aufgrund unterschiedlicher Blutgruppen von Mutter und Kind (Rh-negativ beziehungsweise Rh-positiv), benötigte Ramirez eine sogenannte Anti-D-Prophylaxe. «Während der Voruntersuchungen predigten mir die Ärzte ständig, ich müsse unmittelbar nach dem Einsetzen der Wehen diese Spritzen bekommen», erzählt die zweifache Mutter.

Das Kind auf dem Boden zur Welt gebracht

Der Australierin blieb nichts anderes übrig, als ein Taxi nach Hause zu nehmen: Dort gebar sie ihre Tochter unter unbeschreiblichen Schmerzen und ohne medizinische Hilfe. Denn als die herbeigerufene Ambulanz kam, war die kleine Anjelita bereits auf der Welt. Natasha Ramirez ist aufgebracht. Sie mag gar nicht daran denken, was ihr und dem Kind hätte zustossen können: «Ich bin sehr wütend, es hätte auch ganz anders ausgehen können.»

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