Kein Recht auf Leber
Aktualisiert

Kein Recht auf Leber

Ein zum Tode verurteilter US-Häftling, ist mit seinem Antrag auf Aufschub seiner Hinrichtung gescheitert. Er wollte seine Leber seiner schwerkranken Schwester spenden.

Der 40-jährige Todeskandidat sollte am Mittwochmorgen gegen 00.01 Uhr Ortszeit (06.01 Uhr MESZ) mit einer Giftinjektion hingerichtet werden, wie der Gouverneur des Bundesstaates Indiana mitteilte.

Der Verurteilte hatte am Montag den Antrag bei den Behörden des US-Bundesstaates Indiana eingereicht. Seine Schwester war drei Wochen zuvor eine Steatohepatitis diagnostiziert worden, eine schwere Leberentzündung, die nicht durch Alkohol hervorgerufen wird, häufig aber durch Diabetes.

Den Ärzte zufolge würde eine Lebertransplantation ihre Überlebenschancen erhöhen, vor allem, wenn das Organ von einem engen Angehörigen stammt. Eine Transplantation nach der Hinrichtung ist nicht möglich: Die Spritze würde die Organe vergiften.

(sda)

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