Aktualisiert 06.02.2019 01:31

Rassismus-Kontroverse

Kein roter Teppich für Liam Neeson

Nach der Rassismus-Kontroverse ist ein Empfang für Liam Neeson vor der Premiere des neuen Film «Cold Pursuit» abgesagt worden. Er erklärt sich: «Ich bin kein Rassist.»

von
chk
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«Es war furchtbar, furchtbar, wenn ich daran zurückdenke, dass ich das getan habe»: Liam Neeson. (Archivbild)

«Es war furchtbar, furchtbar, wenn ich daran zurückdenke, dass ich das getan habe»: Liam Neeson. (Archivbild)

Keystone/Vianney le Caer
Neeson schämt sich nun für die Äusserungen.

Neeson schämt sich nun für die Äusserungen.

Keystone/Francois Mori
Neeson, hier mit Steven Spielberg und Ben Kingsley, wurde durch den Film «Schindlers Liste» bekannt.

Neeson, hier mit Steven Spielberg und Ben Kingsley, wurde durch den Film «Schindlers Liste» bekannt.

AFP/Jamie Mccarthy

Kein Roter-Teppich-Empfang für Liam Neeson nach Rassismus-Kontroverse: Kurz vor der Premiere des neuen Neeson-Films «Cold Pursuit» am Dienstagabend in New York ist der geplante Empfang für das Filmteam auf dem roten Teppich abgesagt worden, wie US-Medien berichteten.

Gewöhnlich gibt es dabei Gelegenheit für Presse und Schaulustige, Fotos und Interviews zu machen. Der Action-Film werde in dem Kino am New Yorker Lincoln Square aber gezeigt, hiess es.

Der britisch-amerikanische Schauspieler war am Montag durch ein Interview der Zeitung «The Independent» in die Schlagzeilen geraten. Darin offenbarte er früher gehegte Rachegelüste, nachdem eine ihm nahestehende Frau erzählt habe, sie sei von einem Schwarzen vergewaltigt worden.

Video: ABC News

Am Dienstag wies Neeson die Vorwürfe zurück, er habe rassistisches Verhalten gezeigt, als er vor fast 40 Jahren Rache für eine Freundin nehmen wollte. «Ich bin kein Rassist», sagte Neeson («Schindlers Liste») im US-Frühstücksfernsehen «Good Morning America» des Senders ABC. Er habe sich damals Hilfe gesucht, habe mit einem katholischen Priester gesprochen, so Neeson nun im ABC-Interview. Über sein Verhalten sagte er: «Es schockte mich und es verletzte mich.»

John Barnes verteidigt Neeson

Manche Nutzer der sozialen Netzwerke hatten Neeson Rassismus vorgeworfen, andere verwiesen darauf, dass er sich für sein früheres Verhalten bereits in dem ursprünglichen Interview entschuldigt habe.

Dagegen verteidigte der ehemalige englische Fussballer John Barnes den Star aus «Schindlers Liste». Neeson habe eine Medaille für seine Ehrlichkeit verdient, erklärte der aus Jamaika stammende Sportler Sky News. Er habe nur so reagiert, weil es ihm die Gesellschaft so beigebracht habe, sagte Barnes weiter, der selbst während seiner Karriere unter Rassismus zu leiden hatte. (chk/sda)

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