Schalke gewinnt mal wieder - Kann er den Abstieg verhindern? Friedhelm Funkel neuer Köln-Trainer
Aktualisiert

Schalke gewinnt mal wieder Kann er den Abstieg verhindern? Friedhelm Funkel neuer Köln-Trainer

Am Sonntagabend setzte es für den 1. FC Köln eine empfindliche Pleite gegen Mainz. Im Anschluss wurde Trainer Gisdol entlassen. Am Montag wurde bereits der Nachfolger vorgestellt. Der FC Schalke gewann derweil wieder.

von
Nils Hänggi
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Friedhelm Funkel ist der neue Köln-Trainer. 

Friedhelm Funkel ist der neue Köln-Trainer.

1. FC. Köln
Die Zeit von Markus Gisdol bei Köln war abgelaufen.

Die Zeit von Markus Gisdol bei Köln war abgelaufen.

Thilo Schmuelgen/Reuters-Pool/dpa
Gegen Mainz kassierte man in der Nachspielzeit den Ausgleich. 

Gegen Mainz kassierte man in der Nachspielzeit den Ausgleich.

Thilo Schmuelgen/Reuters-Pool/dpa

Darum gehts

  • Schalke 04 gewinnt gegen Augsburg.

  • Ruben Vargas hat mehrere Chancen verspielt.

  • Köln hat Trainer Gisdol entlassen.

  • Friedhelm Funkel übernimmt.

Markus Gisdol stand erst regungslos vor seiner Bank und verschwand dann in die Katakomben, nachdem er seine Spieler abgeklatscht hatte. Damit verabschiedete sich der 51-Jährige nach der 2:3 (1:1)-Pleite des 1. FC Köln im Abstiegsduell mit dem FSV Mainz 05 allem Anschein nach auch als Trainer der Rheinländer. So entlassen die Kölner Gisdol nach der Partie. Das bestätigte der Club auf Twitter.

Und einen Tag später steht auch bereits der Nachfolger bereit. Es ist Friedhelm Funkel. Der 67 Jahre alte Trainer übernimmt als Nachfolger von Markus Gisdol bis zum Saisonende, wie der Tabellenvorletzte mitteilte. «Friedhelm hat nicht nur grosse Erfahrung, sondern ist auch mit solchen Situationen absolut vertraut», sagte Sportchef Horst Heldt. «Er wird unsere Mannschaft bis zum Saisonende führen, mit dem Ziel, den Klassenerhalt zu erreichen. Er hat die Souveränität, die es jetzt braucht, um in dieser Phase einen neuen Impuls zu geben, die notwendige Ruhe zu bewahren und unser Team auf die wichtigen verbleibenden sechs Spiele einzustellen.»

Mit 23 Punkten sind die Kölner auf Rang 17 zurückgefallen hinter Arminia Bielefeld und Hertha BSC (beide 26). Für die Mainzer, die mit 28 Punkten auf Rang 14 klettern, trafen Jean-Paul Boetius (11.), Karim Onisiwo (65.) und Leandro Barreiro (90.+2) zum ersten Sieg im RheinEnergieStadion. «Ein geiler Sieg», sagte der glückliche Barreiro. «Ein wildes Spiel», befand Trainer Bo Svensson, dem die Leistung in der ersten Halbzeit missfiel. Ondrej Duda (43./Elfmeter) und Ellyes Skhiri (61.) erzielten die FC-Treffer.

Schalke holt drei Punkte

Das abgeschlagene Tabellenschlusslicht FC Schalke 04 hat im Abstiegskampf der Fussball-Bundesliga ein spätes Lebenszeichen gesendet. Nach zwölf sieglosen Partien gelang am Sonntag ein 1:0 (1:0)-Erfolg gegen den FC Augsburg.

Schalke legte einen Blitzstart hin. Huntelaar nahm Bozdogan auf links mit, der ein Stück nach vorne lief und halbhoch nach innen flankte. Augsburg-Goalie Gikiewicz patzte und liess den Ball nur abprallen, Serdar stand goldrichtig und staubte an seinem 24. Geburtstag ab. Was für ein Geburtstagsgeschenk! Der Treffer, er blieb der einzige am Sonntagnachmittag. Denn in der Folge verkaufte sich Schalke 04 in einem intensiven, aber chancenarmen Spiel durchaus ordentlich. Die Knappen waren in vielen Belangen überlegen, hatten auch ein Chancenplus. Der Sieg, auf den der Ex-Club von Christian Gross eine so lange Zeit wartete, war somit verdient.

Vargas verpasst den Ausgleich

Von Augsburg kam nämlich nicht viel. Zwar kam das Team von Heiko Herrlich durchaus zu Chancen, doch zwingend waren sie nicht. Der Schweizer Nati-Star Ruben Vargas war bemüht. In der 56. Minute hatte der junge Vargas etwa eine Grosschance zum Ausgleich. Nachdem Stambouli eine Flanke von der rechten Augsburger Angriffsseite unfreiwillig vor die Füsse des Schweizers ablegte, feuerte dieser den Ball von der rechten Strafraumseite mit voller Wucht auf den kurzen Pfosten. Fährmann verhinderte den Einschlag jedoch mit einem tollen Reflex.

Dennoch: Der Tabellenletzte hat trotz des Erfolges am Sonntag bei sechs verbleibenden Spielen nur noch theoretische Chancen auf den Klassenverbleib. Der erste Sieg in dieser Saison war Schalke am 9. Januar beim 4:0 über Hoffenheim gelungen. Immerhin: Die Schalker verbuchten nicht nur ihren erst zweiten Saisonsieg und den ersten unter Trainer Dimitrios Grammozis. Sie verhinderten durch das Tor von Serdar auch eine weitere Negativmarke: In fünf aufeinanderfolgenden Heimspielen blieb Schalke 04 zuvor ohne eigenes Tor. Den Liga-Rekord mit sechs torlosen Heimspielen behalten der SC Freiburg (Saison 2009/10) und der VfB Stuttgart (2014/15).

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