LONDON: Kein Shopping – dafür wieder Striptease?
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LONDONKein Shopping – dafür wieder Striptease?

Montenegro ist fest entschlossen, auch gegen England zu überraschen. Ein Bummel durch London ist jedenfalls nicht vorgesehen.

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sco/pbt
Dafür gabs Gelb: Trotzdem würde Mirko Vucinic auch in England gerne unten ohne jubeln. (Bild: Reuters)

Dafür gabs Gelb: Trotzdem würde Mirko Vucinic auch in England gerne unten ohne jubeln. (Bild: Reuters)

Nach den drei Siegen zum Auftakt der EM-Qualifikation ist in Montenegro die Euphorie riesig. Aber auch die Ambitionen. «Wir gehen nicht zum Shopping nach Wembley», betont Trainer Zlatko Kranjcar. Der Kroate bremst zwar: «Wir stehen fest auf dem Boden, es gibt keinen Platz für Euphorie.» Doch zugleich warnt er: «Ich fürchte, wir werden nicht mehr unterschätzt. Aber sollten die Engländer das tun, werden wir bestätigen, dass unsere Siege kein Zufall sind.»

Kranjcar kennt den englischen Fussball bestens, da er öfters auf der Insel weilt. Denn Sohn Niko spielt bei Tottenham. Und auch Kranjcars Tochter wohnt in London. «Die Engländer sind für mich nicht nur der Gruppen-, sondern an der EM dann auch ein Titel­favorit», sagt der Trainer.

Auch gegen England ruhen die Hoffnungen der Monteneg­riner auf Mirko Vucinic. Der Star feierte sein Tor gegen die Schweiz mit einem «Striptease». «Falls ich den Siegtreffer schiesse, werde ich nicht ­widerstehen können, den gleichen Torjubel zu zeigen», kündigte Vucinic schon an. Neben dem Captain ist auch Verbandschef Dejan Savicevic «heiss». Der frühere Akteur spielte unter Fabio Capello (jetzt England) bei Milan. «Wir hatten eine schwierige Beziehung. Er überging mich öfters, das frustrierte mich sehr», erinnert sich Savicevic. (sco/pbt/20 Minuten)

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