Wil SG: «Sitze sind nicht so bequem» – Fussballer tauschen Car mit Zug

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Wil SG«Sitze sind nicht so bequem» – Fussballer tauschen Car mit Zug

Normalerweise fahren selbst Amateurmannschaften in Cars zum Fussballspiel. Die U18-Mannschaft des FC Wil hingegen ist kürzlich mit dem Zug zum Spiel in Fribourg gefahren. 

von
Ammar Jusufi
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Die Spieler und der Trainer fuhren von Wil SG nach Fribourg.

Die Spieler und der Trainer fuhren von Wil SG nach Fribourg.

FC Wil 1900
Die Bewegungsfreiheit und das Vermeiden von Stauproblemen sieht der Club als die grössten Vorteile der Zugfahrt.

Die Bewegungsfreiheit und das Vermeiden von Stauproblemen sieht der Club als die grössten Vorteile der Zugfahrt.

FC Wil 1900
Die Mannschaft hatte ein ganzes Abteil für sich reserviert.

Die Mannschaft hatte ein ganzes Abteil für sich reserviert.

FC Wil 1900

Darum gehts

  • Der Nachwuchs des FC Wil reiste am Wochenende mit dem Zug anstatt wie üblich im Car zum Spiel.

  • Grund dafür: Klimaschutz.

  • Der Trainer und die Spieler fanden den Zug trotz einiger kleiner Nachteile eine gute Alternative.

  • Eines Tages könnte Zug statt Car auch bei der 1. Mannschaft des FC Wil ein Thema sein. 

Am Wochenende spielte die U18-Mannschaft des FC Wil auswärts gegen ein Team aus der Westschweiz. Anstatt wie gewöhnlich mit dem Car zu reisen, reservierte das Team mitsamt Trainer ein Abteil im Zug nach Fribourg. Grund dafür sei das Engagement im Bereich des Klimaschutzes.

Renato Fusco, Trainer der U18 FC Wil, ist ebenfalls zusammen mit der Mannschaft im Zug gesessen. «Wir sind auf verschiedenen Ebenen, bezogen auf den Klimaschutz, aktiv und manchmal muss man mit etwas Kleinem beginnen, das einfach umsetzbar ist und andere motivieren kann», sagt Fusco. 

Vor– und Nachteile des Zugs

Der Zug als Alternative bringt laut Fusco viele Vorteile mit sich. «Man hat mehr Bewegungsfreiheit, mehr Raum für Gespräche und ist dank reservierten Waggons doch für sich allein. Ein weiterer Vorteil ist, dass wir später abfahren können, weil wir keinen Stau einberechnen müssen», sagt Fusco. Weiter können diejenigen Spieler, die nicht in Wil SG wohnen, unterwegs zusteigen. 

Die Nachteile hingegen sind deutlich geringer. Der Materialtransport gestalte sich schwieriger und die Sitze in der zweiten Klasse seien nicht ganz so bequem wie jene im Car. «Wir jammern hier aber schon auf hohem Niveau», sagt der Trainer. 

Goalie ist auch überzeugt

Die Fahrt am Spieltag ist laut Fusco für die Leistung des Teams sehr wichtig. «Mit der Reise beginnt auch die Konzentrationsphase – da es im Zug etwas weniger ruhig zu und her geht, muss man Abstriche machen. Bei den U-Mannschaften kann man sich diese vielleicht noch eher leisten», sagt Fusco. Bei der 1. Mannschaft sei so etwas aktuell noch kein Thema. Aber: «Sag niemals nie», so Fusco.

Silvan Heierli ist Spieler bei der U18 des FC Wil und stand am Wochenende im Tor. «Für mich ist sowohl die Reise im Zug als auch jene im Car in Ordnung», sagt er. Im Car sei es aber dennoch angenehmer, weil man sich dann um nichts kümmern muss und einfach in Wil SG einsteigen und am Zielort aussteigen kann. «Ich wäre vollkommen damit einverstanden, in Zukunft öfter mit dem Zug an die Spiele zu reisen», so der Nachwuchsgoalie. 

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