Funkstille: Kein Sterbenswörtchen von Uriella
Aktualisiert

FunkstilleKein Sterbenswörtchen von Uriella

Totenstille um Uriella. Lebt die Sektenführerin noch? Und was führt Gatte Icordo im Schilde?

von
Andy Fischer

Dass Uriella schwer krank ist, ist seit gut einem Jahr bekannt. In einem internen Sektenschreiben wurden damals die Schäfchen des Ordens Fiat Lux zum «Stundengebet» für ihre Anführerin verpflichtet (20 Minuten berichtete). Offenbar leidet das selbsternannte Sprachrohr Gottes an Krebs. Seit über zwei Jahren hört man kein Sterbenswörtchen mehr von der Zürcherin mit Wohnsitz im Südschwarzwald-Örtchen Ibach. Während Uriella und Icordo zuvor von TV-Auftritten den Hals nicht vollkriegen konnten, scheuen sie heute das Licht der Öffentlichkeit wie der Teufel das Weihwasser. Hat man Icordo mal am Telefon, hängt er den Hörer auf. Auf die Frage, ob die 81-Jährige noch am Leben ist, erhielt 20 Minuten am Montag weder ein Ja noch ein Nein zur Antwort. «Wir geben keine Interviews», so ein Sektenmitglied dünnlippig.

Könnte es sein, dass Uriella bereits verstorben ist und die Sekte das verheimlichen will? Religionsexperte Georg Schmid schliesst das nicht aus. «Gut möglich, dass die Sekte eine neue Story entwickelt und später damit an die Öffentlichkeit gelangt. Vielleicht heisst es dann, Uriella würde die Geschicke des Ordens aus dem Jenseits führen.» Helmut Kaiser, Bürgermeister von Uriellas Wohnort Ibach, will sich zu solchen Spekulationen nicht äussern. Er sagt nur: «Ich bin seit über einem Jahr hier im Amt. Gesehen habe ich ­Uriella noch nie.»

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