Aktualisiert 09.02.2015 17:23

Dählhölzli Bern

Kein Strafverfahren nach dem Tod der Jungbären

Die Staatsanwaltschaft entschied: Der Tod zweier Jungbären im April 2014 hat für die Verantwortlichen des Berner Tierparks keine strafrechtlichen Folgen.

Der Tod der Jungbären hat für den Berner Tierpark keine strafrechtlichen Konsequenzen.

Der Tod der Jungbären hat für den Berner Tierpark keine strafrechtlichen Konsequenzen.

Staatsanwalt Markus Scholl bestätigte am Montag einen Bericht von Radio Energy Bern. Die Jungbären 3 und 4 hatten ein kurzes Leben, nachdem ihr Vater rabiat mit ihnen umgegangen war. Das eine Bärchen kam ums Leben, nachdem der Vater es traktiert hatte. Das zweite wurde etwas später eingeschläfert, um ihm weitere Qualen zu ersparen.

Ein Privatmann zeigte die Tierpark-Verantwortlichen daraufhin wegen Tierquälerei an: Man hätte die Familie trennen oder den Bärenvater abgeben müssen, machte er geltend.

Trennung sei keine Lösung gewesen

Die Berner Staatsanwaltschaft sieht das anders. Die Bäreneltern Misha und Masha seien bekanntlich in Russland handaufgezogen worden und zusammen aufgewachsen. Eine Trennung der beiden hätte zu «dauerhaften Verhaltensstörungen» der beiden erwachsenen Bären geführt.

Die Jungbären von den Eltern zu trennen sei ebenfalls keine Option gewesen. «Denn damit wäre bei den kleinen Bären wiederum nur eine Handaufzucht durch Menschen möglich gewesen, was man aufgrund der Erfahrungen mit den Bäreneltern nicht wollte.»

Die Tierparkleitung habe sich in einem «unauflösbaren Dilemma» befunden, erklärte Staatsanwalt Scholl. Mit jeder ihrer Entscheidung habe sie den Schutzzweck des Tierschutzes verletzt. Schliesslich habe sich die Tierparkleitung für die beiden erwachsenen Bären entschieden. Damit habe sie nicht rechtswidrig gehandelt. (sda/sda)

(SDA)

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