Aktualisiert

TarifeinigungKein Streik deutscher Fluglotsen

Nach der überraschenden Einigung ist der drohende Streik der Flutlotsen in Deutschland bis auf weiteres abgewendet.

Die Deutsche Flugsicherung DFS und die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) einigten sich am Freitagabend nach zweitägigen Gesprächen auf ein Gesamtpaket zu den Arbeitszeiten. Ursprünglich waren für kommende Woche Arbeitsniederlegungen geplant, die am Freitag zunächst wegen der Luftraumsperrungen durch die Aschewolken aus Island ausgesetzt worden waren.

Die GdF verwies darauf, dass die Tarifkommission am 27. April noch über die Annahme der Einigung entscheiden müsse, bevor die Streiks endgültig abgesagt seien. Bis dahin werde es aber garantiert keine Arbeitskampfmassnahmen geben, sagte GDF-Vorstandsmitglied Markus Siebers am Samstag im Deutschlandradio Kultur. Laut DFS waren die Gespräche schwierig, aber «in sehr sachlicher und konstruktiver Atmosphäre» verlaufen. Details zur Einigung wurden nicht mitgeteilt.

Bei dem Tarifkonflikt ging es um die Arbeitszeiten. Die Deutsche Flugsicherung lehnte ursprünglich die Forderung nach kürzeren Arbeitszeiten an Flughäfen ab, an denen ein Verkehrsrückgang zu verzeichnen sei. Bei den Verhandlungen ging es dem Unternehmen zufolge um einen Belastungsausgleich für die Lotsen. Dieses Thema wurde mit Gesprächen zu einer gemeinsamen Personaleinsatzplanung verknüpft.

Die GdF vertritt nach eigenen Angaben 3.200 Mitglieder in der Flugsicherung, in allen deutschen Regionalkontrollstellen, in den Towern, bei der militärischen Flugsicherung und bei den Vorfeld-Controllern. Die DFS ist ein bundeseigenes, privatrechtlich organisiertes Unternehmen mit 5600 Mitarbeitern. Ihre Mitarbeiter koordinieren nach Unternehmensangaben täglich bis zu 10 000 Flugbewegungen im deutschen Luftraum, im Jahr knapp drei Millionen. (dapd)

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